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Ohne Mathe keine Salbe

Karl Lohse will Pharmazie studieren. In der Parkapotheke hat er erfahren, was ein Apotheker alles wissen muss.

Von Sylvia Mende

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Mit Oppacher gelassen losradeln

Eine ausgedehnte Fahrradtour ist fabelhaft – wenn sie gut vorbereitet ist.

Karl Lohse weiß schon jetzt, was er einmal studieren will. Deshalb absolviert der Zehntklässler des Martin-Luther-Gymnasiums sein zweiwöchiges Betriebspraktikum in der Parkapotheke.

„Ich bin beeindruckt, wie vielfältig die Aufgaben in einer Apotheke sind. Das hatte ich mir so nicht vorgestellt“, sagte der Gymnasiast. Ihm gefalle es in der Parkapotheke ganz toll und die Arbeit bereite ihm viel Freude. Auch das Team sei sehr freundlich und beantworte ihm alle Fragen.

Der Gymnasiast hat bereits Medikamente entsprechend des Alphabetes sortiert, neue Ware gescannt, in entsprechenden Listen im Computer eingetragen und in die Schubladen der riesigen Schränke eingeräumt. Im Labor stellte er unter Anleitung eine Salbe und Mundwasser her. „Ich bin begeistert. Das Praktikum hat mich in meinem Wunsch, Pharmazie zu studieren bestärkt“, sagte Karl Lohse.

Später einmal Apotheker zu werden, könne er sich durchaus vorstellen. Auch wenn der Beruf recht anstrengend und der Weg bis dahin kein leichter ist. Denn um Apotheker zu werden, muss er nach dem Abitur vier Jahre studieren und ein einjähriges Praktikum absolvieren. Der Abschluss ist mit vielen Prüfungen verbunden. Zurzeit besteht die Möglichkeit, in Leipzig, Halle, Berlin und Greifswald Pharmazie zu studieren. Um ein Studium überhaupt aufnehmen zu können, ist ein sehr guter Zensurendurchschnitt notwendig. Und das nicht nur in Biologie oder Chemie. Eine wichtige Rolle bei der Arbeit als Apotheker spielt auch die Mathematik, vor allem die Prozentrechnung. „Da ich nun weiß, was ich will und auch die Voraussetzungen kenne, ist das für mich eine gute Motivation, mich noch mehr in der Schule anzustrengen“, sagte der Zehntklässler. Falls es mit dem Pharmaziestudium nicht klappe, könnte er sich vorstellen, in die Medizintechnik zu gehen.

Karl Lohse ist nicht der erste Schüler, der sich in der Parkapotheke über die Arbeit als Apotheker informiert. „Wir bieten schon immer ein Praktikum an. Die Nachwuchsgewinnung und -förderung ist sehr wichtig“, sagte die Inhaberin der Parkapotheke Monika Koch. Es werde in Zukunft immer schwieriger, kluge Schulabsolventen für den Beruf als Apotheker begeistern zu können. „Viele wissen nicht, wie interessant und vielfältig diese Aufgabe ist. Bei einem Praktikum können wir das am besten vermitteln“, so Monika Koch. Eine weitere Schwierigkeit sieht sie darin, junge Leute mit akademischen Berufen für eine Arbeit außerhalb der Großstadt zu begeistern. In Sachen Nachwuchs setzt die Parkapotheke nicht nur auf Gymnasiasten. Zum Berufsorientierungstag an der Oberschule warb eine Mitarbeiterin für eine Ausbildung zum Pharmazeutisch Technischen Assistenten (PTD). Dafür muss nach dem Realschulabschluss eine medizinische Fachschule besucht werden.

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