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Olbersdorfs Kegler sind spitze

Kegeln ist ihre Leidenschaft. Nicht nur die vier Herren auf dem Foto, auch die anderen 24 Mitglieder der Abteilung Kegeln der Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) Olbersdorf sind mit viel Einsatz und Freude dabei, wenn es um ihren Sport geht.

Von Elke Schmidt

Kegeln ist ihre Leidenschaft. Nicht nur die vier Herren auf dem Foto, auch die anderen 24 Mitglieder der Abteilung Kegeln der Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) Olbersdorf sind mit viel Einsatz und Freude dabei, wenn es um ihren Sport geht. Vereinsmitglied Lothar Sommer kann gemeinsam mit vier anderen seiner Kameraden nun auf einen besonderen Erfolg verweisen. Sie sind gerade Kreismeister in der Senioren Kreisliga geworden. Damit haben sie sich die Möglichkeit erarbeitet, in die Liga des Ostsächsischen Keglerverbandes aufzusteigen.

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Doch darauf haben sie zugunsten des zweitplatzierten Vereins „SV Blau-Weiß Deutsch-Ossig II“ verzichtet. Denn dann bräuchten sie noch einen sechsten Spieler und den haben sie nicht.

Obwohl sie sich sehr über ihren Sieg freuen, ist das nicht der alleinige Grund, warum sie sich jede Woche einmal zum Kegeln treffen. „Für uns ist auch der Zusammenhalt und die Gemeinschaft im Verein sehr wichtig“, sagt Lothar Sommer. Grillfeste und Wanderungen gehören wie selbstverständlich zum Vereinsleben dazu. Regelmäßig besuchen sie einen befreundeten Verein in Frankenberg, um Freundschaftswettkämpfe auszutragen. Das ist eine gute Übung für den Ligabetrieb. Denn einfach sei dieser Sport nicht, auch wenn das für Zuschauer bisweilen so aussehen mag. Vor allem, wenn man Wettkämpfe bestreitet, gehört einiges dazu. Da muss jeder Spieler die Kugel 100 mal werfen. Das erfordere nicht unbedingt große Kräfte. Aber damit die Kegel so fallen, wie sie sollen, ist eine hohe Präzision erforderlich.

Dazu wiederum muss man sich als Spieler gut konzentrieren können. Das ist bei dem manchmal hohen Druck im Wettkampf nicht leicht. Auch dass dabei auf Zeit gespielt wird, mache es nicht einfacher, wenn es darum geht, möglichst viele Kegel fallen zu lassen. 900 Punkte sind bei einem Durchgang theoretisch möglich. Das hieße aber, dass bei jedem der 100 Würfe immer alle Kegel umfallen. Und das sei praktisch unerreichbar. Der Bahnrekord in Olbersdorf liegt bei schon sehr guten 492 Punkten. Ihre Hausanlage ist für Wettkämpfe zugelassen und mit zwei Bahnen groß genug, um zügig spielen zu können. Auch im Vergleich zu früher sei sie um Welten besser. „Damals haben wir die Kugeln am Kanonenofen vorgewärmt, weil es auf der Bahn so kalt war“, erzählt Lothar Sommer. Heute ist sie gut beheizt und bietet sich mit ihrer kleinen Küche auch für Familienfeiern an. Die Kegelbahn ist öffentlich und kann nach vorheriger Anmeldung von jedermann gemietet werden. Mitzubringen sind dazu unbedingt saubere Turnschuhe.

Gern gesehen sind auch Kegelbegeisterte, die sich dem Verein anschließen wollen. Kegeln kann man bis ins hohe Alter, es gibt keine Grenze. Die Olbersdorfer Kegler freuen sich sehr, dass unter den 28 Vereinsmitgliedern jetzt auch drei Kinder sind und wünschten sich, dass noch mehr diesem schönen Sport nachgehen. Ausprobieren, ob einem das Kegeln liegt, kann man auch bei der jährlichen Ortsmeisterschaft. Die wird dieses Jahr erstmals im Juli stattfinden. Sonst war sie immer am ersten Septemberwochenende. Aber da dann auch Schuleinführung ist, konnten viele Leute nicht kommen und baten um eine Verlegung des Termins. Mitmachen kann jedermann gegen ein geringes Startgeld.

Ortsmeisterschaft Kegeln: 4. bis 7. Juli, Vereinsheim Olbersdorf, Artur Neumann Straße, neben dem Volksbad