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Olympia-Bürgermeister gestoppt

Thomas Kirsten wollte an der Hochschule für Technik und Wirtschaft für Winterspiele werben. Nun sitzt er zu Hause.

Von Mandy Schaks

Eigentlich hatte der Altenberger Bürgermeister Thomas Kirsten heute vor, mit der Skeleton-Weltmeisterin Diana Sartor nach Dresden zu fahren – in olympischer Mission. Vor Professoren und Mitarbeitern der Hochschule für Technik und Wirtschaft sowie Gästen wollte das sportliche und politische Duo (beide Freie Wähler) die Idee von Olympischen Winterspielen 2026 in Sachsen vorstellen und sozusagen den Funken überspringen lassen. Nun aber sitzt Kirsten zu Hause im winterlichen Altenberg und hat unverhofft Zeit. Denn die Veranstaltung wurde kurzfristig abgesagt.

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Kirsten ist verärgert und macht auf seiner Facebook-Seite im Internet darüber auch kein Hehl. Nach der Kritik aus der Politik an dem olympischen Vorstoß aus Altenberg wittern die Freien Wähler hinter der unverhofften Absage Machtspiele. Denn die Hochschule war als Veranstaltungsort nicht zufällig gewählt. Die Freien Wähler hatten bereits Kontakt aufgenommen, damit Studenten und Wissenschaftler untersuchen, ob Olympische Winterspiele in Sachsen machbar sind. „Ich politisiere nicht“, sagte Kirsten im SZ-Gespräch. „Wir wollen eine Vision verbreiten und das Land vorwärtsbringen.“ Steffen Große, wie Kirsten Landes-Vize der Freien Wähler, legte nach. „Wir fühlen uns gefoult“, sagte er. „Wir hoffen auf vorweihnachtliche Besinnung und mehr Sportsgeist auf allen Etagen, die Sachsen voranbringen wollen.“ Die Hochschule nennt allein terminliche Gründe für die Absage. Eine Sprecherin ließ ausrichten, dass der ursprüngliche Termin leider unabgestimmt vereinbart worden sei. Bürgermeister Kirsten sei angeboten worden zu besprechen, welchen fachlichen Beitrag die Hochschule zur Entwicklung der Region Altenberg leisten kann.