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Olympia in Demitz

Von Skispringen über Curling bis Bobfahren – Schulkinder nehmen die Wettkämpfe von Pyeongchang vorweg.

© Rocci Klein

Von Rocci Klein

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Demitz-Thumitz. Ein Hauch von Olympia weht derzeit durch Demitz-Thumitz. 75 Schüler der Grundschule „Am Klosterberg“ eröffneten am Montag um 10 Uhr feierlich ihre eigenen Olympischen Winterspiele. Auf dem Parkplatz vor dem Sport- und Freizeitzentrum, dem Austragungsort der diesjährigen Demitzer Winterspiele, hängen fünf große Ringe, zusammengebaut aus Hula Hop-Reifen, in den Olympiafarben. Bauhof-Mitarbeiter stellen noch schnell die Halterung für das Olympische Feuer auf – und dann geht es auch schon los.

Ben, Toni und Simon aus der ersten Klasse tragen gemeinsam die Fackel beim Einlauf hinein, gefolgt von Milly, Toni und Gregor aus der zweiten Klasse mit der großen olympischen Fahne. Unter der passenden Einlaufmusik und dem Applaus der vielen Kindergartenkinder und Gäste kommen dann auch die Fahnenträger der dritten Klasse aus zehn verschiedenen Ländern hineingelaufen. Großer Jubel bricht aus, als die deutsche Fahne den Weg vor die olympischen Ringe findet. Nachdem die Bürgermeisterin Gisela Pallas die Winterspiele mit einer kurzen Rede eröffnete, brennt auch das Olympische Feuer. Viel Spaß und sehr viel Freude wünschte sie den Schülern. Die Mädels und Jungs der vierten Klasse präsentieren ihren eigenen Tanz, auch unter den Augen der Schulreferentin vom Landesamt für Schule und Bildung, Frau Preusche. Zum Abschluss der Demitzer Olympiaeröffnung wird gemeinsam der Song „Hand in Hand“ gesungen, der eigene Liedzeilen wie „Fair geht vor“ beinhaltet.

Geografie in der Sporthalle

Mit einem kräftigen „Sport frei“ vom Schulleiter Bernd Gärtner wird die Eröffnungszeremonie beendet und es geht hinein in die Sporthalle. Hier sind bereits die Stationen aufgebaut: Skisprung, Biathlon, Bobfahren und Curling sind nur einige der Disziplinen, um die es nun in der kommenden Schulwoche geht. „Es wird ein fächerübergreifendes Projekt sein, wo es nicht nur um den Sportunterricht geht“, sagt der Schulleiter. In der gesamten Woche können die Schüler aller vier Klasse einiges erleben. Neben Sport spielen auch Geografie und Geschichte sowie die Maskottchen der Olympischen Winterspiele eine Rolle. Beim Skisprung rutschen die Kinder eine Bank hinunter und springen auf eine Matte, natürlich ist hier die Weite entscheidend. Beim Biathlon geht es um die Schnelligkeit, aber auch Geschicklichkeit der Kleinen. Mit Bällen muss man zuerst im Stehen eine Kiste treffen, dann liegend. Nur ein paar Meter weiter befindet sich die Bobbahn. Eine Holzkiste wurde zu einem Bob umfunktioniert, der von einem oder zwei Schülern gezogen wird. Es gibt Einer- und Dreierbobs. Und auch beim Curling müssen sich die Schüler sehr konzentrieren und ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Mit Hallencurlingsteinen gilt es so nah wie möglich an einen Hula Hop Reifen zu kommen.

Am Montagvormittag wird noch fleißig geprobt, die Geräte können ausgetestet werden. „Jeder, der nun möchte und sich in der jeweiligen Disziplin fit fühlt, der kann seine Zeit oder Weite von mir messen lassen,“ erklärt Bernd Gärtner. Um Zensuren geht es dabei aber nicht, sondern vorrangig um den Spaß, den Sport und die spielerische Weiterbildung der Kinder. Nach den Ferien werden dann die Bronze-, Silber- und Goldmedaillen verteilt.