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Ontex-Teams kicken um die Pokale

Großpostwitz. DerKonzern feiert 25-jähriges Bestehen, wozu der Standort Großpostwitz ein internationalesFußballturnier ausrichtet.

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Von Madeleine Siegl-Mickisch

Die Pokale sind schon auf Hochglanz poliert. Zittern, ob sie einen abbekommt, braucht aber keine der sechs Mannschaften, die am Sonnabend beim internationalen Fußballturnier in Großpostwitz auflaufen. Es ist für jeden einer da.

„Wir nehmen das Ganze nicht so ernst“, sagt Rudolf Pollack, Geschäftsführer von Ontex Großpostwitz. „Es soll eher ein Spaßturnier sein.“ Anlass ist das 25-jährige Bestehen der Ontex-Gruppe, zu der Großpostwitz seit 1991 gehört. Das aus der ehemaligen Flachsspinnerei hervorgegangene Werk ist mit seinen rund 240 Beschäftigten der einzige Tamponhersteller innerhalb des Konzerns.

„Alle Standorte haben ihre eigene Geschichte“, sagt Prokurist Jürgen Preusche. Denn der Konzern ist nach und nach durch Zukäufe von Firmen gewachsen. Das 25-jährige Bestehen bietet Gelegenheit, sie stärker zusammenzuführen. Was liegt da näher, als gemeinsam Fußball zu spielen? Also werden am Sonnabend neben Großpostwitzer Ontex-Mitarbeitern auch welche aus dem tschechischen Turnow und dem rheinland-pfälzischen Mayen dem runden Leder hinterherjagen. Die Mannschaft aus Buggenhout, der belgischen Ontex-Zentrale, musste leider aus Zeitgründen absagen, bedauert Pollack. Das Mannschaftsfeld komplett machen eine Vertretung von STI Lauterbach, einer hessischen Zuliefererfirma von Verpackungsmaterial, sowie eine Volkssportmannschaft vom FC Erzgebirge Aue und natürlich vom Sportverein Großpostwitz/Kirschau.

Dessen Hauptsponsor ist Ontex seit Anfang der 90er Jahre. Der Verein ist auch aktiv in die Vorbereitung eingebunden. „Ohne ihn hätten wir es gar nicht geschafft, so etwas zu organisieren“, betont Rudolf Pollack. Und eigentlich stand der enge Kontakt zwischen Firma und Verein auch Pate für das internationale Fußballturnier, zu dem vielleicht sogar der belgische Aufsichtsratsvorsitzende von Ontex anreist. Etwas völlig Neues ist eine solche Veranstaltung für die Großpostwitzer nämlich nicht. Bereits in den 90er Jahren wurden Spieler aus der Konzernzentrale zum Turnier an die Spree eingeladen. Die Belgier schauten sich das ab und laden nun ihrerseits aller zwei Jahre zum Kleinfeldturnier nach Buggenhout ein. Voriges Jahr traten 20 Mannschaften an. Die Großpostwitzer belegten den ersten Platz.

Klar, dass sie auch am Sonnabend als Siegermannschaft aus dem Turnier hervorgehen möchten. Aber eigentlich ist zweitrangig, wer gewinnt. „Wir wollen einfach das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken“, sagt Jürgen Preusche mit Blick auf die Gäste. „Und für den Sportverein ist es ein schöner Abschluss der Saison“, ergänzt Pollack. Am Abend findet deshalb ein Sportlerball statt. Jeder, der Lust hat, ist eingeladen mitzufeiern.

Übrigens: Neben den Pokalen gibt es für die siegreiche Mannschaft ein Schwein am Spieß. „Sie muss dann alle anderen einladen, beim Essen zu helfen“, meint der Geschäftsführer schmunzelnd. Für ordentlichen Hunger dürfte eine Aktion sorgen, die für den späten Nachmittag geplant ist: Dann dürfen alle Teams probieren, einen Truck zu ziehen.

Sonnabend 12.30 Uhr startet das Turnier im Spreetalstadion Großpostwitz. Gespielt wird jeweils zweimal 15 Minuten. Ab 19 Uhr ist Sportlerball im Festzelt.