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Oppacher macht ein Fass auf

Der Getränkehersteller investiert dieses Jahr fast eine Million Euro. Und bringt eine Neuheit für die Gastro-Branche auf den Markt.

Von Carina Brestrich

Sie ist rot, sie ist süß und sie durfte früher auf keinem Volksfest fehlen: die Fassbrause. Mittlerweile erlebt das prickelnde Zuckerwasser ein Comeback. So ist Fassbrause in Flaschen auf den heimischen Tischen keine Seltenheit mehr. Aber auch Gastronomen haben das Kultgetränk wiederentdeckt, schenken es auf Festen und Veranstaltungen aus. Dem Trend folgen wollen nun auch die Oppacher Mineralquellen. Pünktlich zum Saisonstart bietet der Getränkehersteller für die Gastronomie-Branche eine Fassbrause mit Himbeer-geschmack an. Und wie sich das gehört, kommt die selbstverständlich aus Fässern.

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Für Oppacher ist das eine Neuheit in doppelter Hinsicht: Denn nicht nur die Brause ist neu, auch Fässer zählten bisher nicht zu den 50 verschiedenen Gebinden, die Oppacher führt. „Die Handhabung von Flaschen ist für Gastronomen eher umständlich, deshalb haben wir uns den Wünschen angepasst und füllen die Brause in 22-Liter-Fässern ab“, erklärt Eric Schäffer, Geschäftsführer der Oppacher Mineralquellen. Er lobt die leichten und schlanken Fässer, die gut zu tragen und damit gewissermaßen auch frauenfreundlich sind: „Ja, das klingt zwar komisch. Aber darauf muss man durchaus achten. Immerhin ist der Frauenanteil in der Gastronomie hoch.“

Den Wünschen angepasst hat sich Oppacher aber auch mit einer weiteren neuen Verpackung für seine Getränke. So sausen in der Halle im Oppacher Gewerbegebiet seit voriger Woche auch 0,33-Liter-Glasflaschen über das Förderband. Neu sind Glasflaschen bei Oppacher generell zwar nicht, aber gerade kleinere Größen waren bisher vorwiegend in Gaststätten zu finden. Die neue Flaschengröße, in der zunächst drei Sorten Limo abgefüllt werden, wird dagegen auch in Supermärkten erhältlich sein. Oppacher hat damit ganz direkt auf die Stimmen seiner Kunden gehört, erklärt Eric Schäffer: „Während bis vor einigen Jahren noch die PET-Flasche den Markt beherrschte, wird die Glasflasche bei Limonaden wieder beliebter.“

Oppacher füllt derzeit 31 Sorten ab, darunter auch drei neue – unter anderem ein Teegetränk und eine neue Orangen-Perle. Damit dies künftig schneller und flexibler passieren kann, hatte sich das Unternehmen erst im Spätsommer eine dritte Abfüllanlage angeschafft. Mit dieser können nun 45 000 Flaschen und damit 15 000 mehr pro Stunde mit Mineralwasser oder Limonade befüllt werden.

Außerdem steht in diesem Jahr noch eine weitere Anschaffung an. So wird das Unternehmen einen sechsstelligen Betrag in eine zweite Abmischanlage investieren. In beiden können dann gleichzeitig zwei verschiedene Süßgetränk-Sorten aus Mineralwasser und Fruchtkonzentrat gemixt werden. Bisher war das nur für eine möglich. „Mit der neuen Anlage sind wir flexibler. Wir müssen so seltener die Maschine auf eine neue Sorte umrüsten, wodurch sonst jedes Mal drei Stunden Leerlauf entstehen“, erklärt Eric Schäffer.

Umgestellt hatte sich Oppacher vor zwei Jahren auch in Sachen Brunnenfest. Damals kündigte das Unternehmen an, wegen der Landesgartenschau in Löbau mit dem Fest pausieren zu wollen. Ein Jahr später hieß es schließlich, dass es in unregelmäßigen Abständen veranstaltet werden soll. Eric Schäffer hält an dieser Strategie weiterhin fest. „Das Brunnenfest soll es zu besonderen Anlässen geben“, sagt er. Dieses Jahr gebe es einen solchen Anlass nicht. Für nächstes Jahr habe man sich noch nicht festgelegt. Allerdings scheint auch da eine Wiederauflage des beliebten Brunnenfestes unwahrscheinlich. Denn einen Anlass gibt es auf jeden Fall 2016: Dann wird Oppacher 130 Jahre alt.