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Oppacher Mineralquelle stellt neuen Rekord auf

Die Oppacher Mineralquellen haben am Montag einen firmeninternen Rekord aufgestellt. Erstmals wurde an einem Tag eine dreiviertel Million Flaschen verkauft. Bisher liefen in den Spitzenzeiten in den Sommermonaten immer etwa 500 000 Flaschen vom Band.

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Von Holger Gutte

„So viel haben wir noch nie abgefüllt. Ich kann die Einsatzbereitschaft meiner 45 Mitarbeiter nicht genug loben“, sagt Prokurist Reiner Schwaar. Die Nachfrage nach den verschiedenen Mineralwassern, der Orangenperle und den Trendgetränken der Oppacher Mineralquelle ist gigantisch. Schon seit Monaten machen die Kollegen Überstunden, arbeiten mehrschichtig und in letzter Zeit sogar am Wochenende.

Zusätzliche Saisonkräfte helfen in der Produktion

Seit April wurden zusätzlich noch Saisonkräfte eingestellt. Zehn sind es im Augenblick. „Wir haben die Urlaubsplanung flexibel gestaltet und versuchen, den Mitarbeitern mit Kindern in den Ferien den Urlaub zu ermöglichen“, sagt Reiner Schwaar. Trotz der großen Nachfrage hat er keine Urlaubssperre ausgesprochen.

So wie es zurzeit aussieht, werden die Oppacher Mineralquellen zum Jahresende gegenüber dem Vorjahr wieder eine zweistellige Zuwachsrate haben. Jetzt in den super heißen Sommermonaten sind vor allem die Mineralwasser in allen Variationen gefragt. Aber auch die klassische Orangenperle und die in diesem Jahr neu auf den Markt gekommenen Trendgetränke finden reißend Absatz. Die zweijährige Zusammenarbeit mit dem Schwesterunternehmen Freiberger Brauhaus rentiert sich. Der Verkauf steigt nicht nur in der Oberlausitz, sondern auch in Dresden.

Reiner Schwaar ist froh darüber, noch das gesamte Oppacher Getränke-Sortiment anbieten zu können. Einige der Konkurrenten haben hier schon Abstriche gemacht, sagt er. Die meisten Unternehmen produzieren bereits an ihrer Kapazitätsgrenze. Eine dreiviertel Million Flaschen über mehrere Wochen pro Tag abzufüllen, würde aber auch die Oppacher Mineralquelle vor Probleme stellen, ist sich Reiner Schwaar sicher. Denn dann könnte der rechtzeitige Rückfluss der Leergutflaschen gefährdet sein.

Die jetzige enorme Produktionssteigerung war überhaupt nur möglich, weil im vergangenen November große Mengen Leergut zusätzlich angeschafft wurden. „Jetzt im Sommer wäre das gar nicht möglich“, sagt Reiner Schwaar. Er appelliert deshalb auch an die Kunden, die Leergutkisten schnell wieder zurückzubringen.

Um weiterhin im Trend zu liegen, wird bereits seit zwei Monaten an neuen Getränkesorten für das kommende Jahr gearbeitet. Trendgetränke haben nun mal nur einen Zyklus von drei bis vier Jahren, dann sind sie bei den Kunden nicht mehr so gefragt. Egal, welche Früchtekombinationen es geben wird: Die Oppacher Mineralquellen wollen ihrem Firmenslogan „frisch drin – frisch drauf“ treu bleiben, ist sich Reiner Schwaar sicher.

Würden durch die Politiker nicht solche Risikofaktoren, wie die noch ungeklärte Zwangsbepfandung, bestehen, wären in Oppach wahrscheinlich schon wieder neue Investitionsgedanken lauter geworden. So wird erst einmal nur vorsichtig ein solcher Schritt in Erwägung gezogen. Erst vor eineinhalb Jahren hatte die Oppacher Mineralquelle für 6,7 Millionen Euro eine neue Abfüllanlage gebaut.

Alter Firmensitz wird gegenwärtig abgerissen

Doch bevor möglicherweise die Firmenanlage im Gewerbegebiet Wassergrund an der B 98 ausgebaut wird, reißt das Unternehmen erst einmal den alten Firmensitz neben dem Rathaus ab. Vor drei Wochen haben hierfür bereits die Arbeiten begonnen. Mitte Oktober soll das insgesamt 1,5 Hektar große Areal an der August-Bebel-Straße bereits begrünt sein. Momentan werden die Gebäude entkernt, die Fenster raus- und die Dächer abgerissen. Bis 1993 war hier noch produziert worden.