merken
PLUS

Orgelfestwoche beginnt

Die berühmte Ladegastorgel erklingt kommende Woche besonders oft. Aber auch andere Instrumente sind zu hören.

Von Tina Soltysiak

Am Pfingstsonntag wird die 18. Polditzer Ladegastorgelwoche um 10 Uhr mit einem musikalischen Festgottesdienst eingeläutet. In den folgenden Tagen werden der berühmten Polditzer Orgel, Trompeten und Flöten schöne Klänge entlockt.

Anzeige
Weingarten im Bürgergarten
Weingarten im Bürgergarten

Die letzten Spätsommertage warten mit bestem Wetter auf. Wer jetzt noch den Sommerausklang sucht, ist am 19. und 20.9. in den Weingarten Döbeln eingeladen.

Am Montag sind die „Mr. Handel’s Trumpeters“ ab 19.30 Uhr zu Gast in der Dorfkirche. Ihr Repertoire umfasst festliche englische Trompetenmusik von Purcell bis Händel. Das Barocktrompeten-Ensemble-Berlin hat historische Instrumente im Gepäck und spielt unter der Leitung von Johann Plietzsch ebenfalls auf.

Ein Konzert mit dem Titel „Ich trage eine Sehnsucht – Musik auf dem Jacobsweg“ präsentiert das Dresdner Blockflöten Consort am Mittwoch ab 19.30 Uhr.

Chor und Orgelmusik mit Werken von Bach, Rautavaara, Alfvén, Hambraeus, Sandstöm und Jenefelt bietet der Hägerstens Kammerchor aus Stockholm. Die Ladegastorgel bespielt Dr. Michael Dierks. Geleitet wird das Konzert, das am Freitag um 19.30 Uhr beginnt, von Kerstin Börjeson. Zwei Stunden später erklingen Orgelimprovisationen zu dem Stummfilm „Der müde Tod“ von Fritz Lang. Die Register zieht dann Matthias Eisenberg

Das festliche Abschlusskonzert der 18. Polditzer Ladegastorgelwoche beginnt am Sonntag, 15. Juni, um 17 Uhr. Zu hören gibt es dann „Graun Oboe Concertos – CD-Produktion in Polditz 2012“, es spielen die Batzdorfer Hofkapelle und Xenia Löffler auf der Oboe.

1868 wurde die Polditzer Orgel vom Orgelbaumeister Friedrich Ladegast aus Weißenfels fertiggestellt. Sie ist mit drei Manualen und 33 Registern die größte Ladegastorgel Sachsens. Sie ist im Originalzustand – ganz so, wie Ladegast sie einst konzipiert und gebaut hatte. „Nur die Prospektpfeifen aus Zinn wurden im Ersten Weltkrieg für Kriegszwecke eingeschmolzen und 1928 durch Zinkpfeifen ersetzt. Bei dieser Gelegenheit wurde die Mechanik der Orgel überholt, die Pfeifen und das Orgelgehäuse gereinigt“, beschreibt der Polditzer Orgelverein die Historie des Instrumentes. Der Verein selbst feiert in diesem Jahr sein20-jähriges Bestehen.