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Ortschaftsrat für Wiederaufbau

„Es wäre schön, wenn die Bücherei in einem neuen Gemeindezentrum wieder eröffnet werden könnte“, hofft Christa Fritzsche. Vom Brand des Treffpunktes des Dorfes und damit von der Vernichtung ihrer geliebten Bibliothek hatte die 72-Jährige auf der Heimreise vom Urlaub erfahren.

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Von Ute Himmer

„Es wäre schön, wenn die Bücherei in einem neuen Gemeindezentrum wieder eröffnet werden könnte“, hofft Christa Fritzsche. Vom Brand des Treffpunktes des Dorfes und damit von der Vernichtung ihrer geliebten Bibliothek hatte die 72-Jährige auf der Heimreise vom Urlaub erfahren.

„Ich habe bei der Rundfunkmeldung wie Espenlaub gezittert“, erinnert sich die Bücherei-Chefin. „Wenn man solch eine Einrichtung über 30 Jahre leitet, hängt man besonders daran.“ So ist sie nach Ankunft gleich zur Brandstelle gefahren. Etwa rund 100 Bücher von den 500 konnten gerettet werden, ist Christa Fritzsche froh. Dennoch ist ihr das Ereignis ganz schön an die Nieren gegangen. Aber da waren auch die Briefe der kleinen Lesefreunde, die ihr geschrieben haben, sie solle nicht traurig sein, es würde schon wieder werden. „Das macht richtig Mut“, sagt Christa Fritzsche. Gut getan hat ihr die Hilfsbereitschaft der Heeselichter. „Drei Schränke habe ich schon, ebenfalls einen Schreibtisch. Ein Zimmer steht als Übergangslösung in der alten Schule bereit. „Da muss nur noch geklärt werden, wer die Miete bezahlt“, sagt Fritzsche.

„Das Gemeindezentrum fehlt uns sehr“, schätzt auch Ilona Schulz ein. Von der Faschingsparty, über die Silvesterfeier bis hin zur privaten Familienfete wurde dort vieles durchgeführt“, zählt sie auf. Frau Schulz möchte ebenso, dass das Gemeindezentrum wieder aufgebaut wird. Sie findet den Vorschlag des Ortschaftsrates gut, dafür einen Verein zu gründen. „Schon am nächsten Tag haben ein paar Leute zusammengesessen und überlegt, wie es weiter gehen soll“, erzählt Renate Tittel vom Ortschaftsrat, die am liebsten an das schreckliche Ereignis nicht mehr denken möchte. „Selbst wenn die Versicherung den Schaden bezahlt, die Stadt noch etwas zuschießt, wird es nicht reichen, das Gebäude so wieder zu errichten wie es war. Deshalb soll ein monatlicher Beitrag der Mitglieder helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Am 9. Oktober sind die Einwohner gefragt, auf einer Versammlung ihre Meinung zu sagen.

Die Heeselichter wollen den Kopf nicht in den Sand stecken. Das geplante Herbstfest des Jugendklubs wird stattfinden: in einem Festzelt, das am Pflegeheim aufgestellt wird. Natürlich hoffen die Heeselichter, dass die Brandstifter gefunden werden. Die Ermittlungen dazu laufen noch.