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Ortswehr ist relativ gut aufgestellt

Zur Festveranstaltung im Ausbildungszentrum der AOK in Massanei ging Daniel Riedel, seit März 2008 Leiter der Ortswehr, auf die geschichtliche Entwicklung ein. „27 Kameraden zählten 1938 zu den Gründungsmitgliedern.

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Von Thomas Kretschmann

Zur Festveranstaltung im Ausbildungszentrum der AOK in Massanei ging Daniel Riedel, seit März 2008 Leiter der Ortswehr, auf die geschichtliche Entwicklung ein. „27 Kameraden zählten 1938 zu den Gründungsmitgliedern. Acht von ihnen wurden während des Zweiten Weltkriegs zur Wehrmacht einberufen, sodass nur noch 19 Männer in Massanei die Stellung hielten. Auch heute haben wir wieder 19 aktive männliche Kameraden“, so Riedel. Besonders erfreulich sei, dass in der Massaneier Wehr auch das weibliche Geschlecht sehr stark vertreten sei. Zehn Frauen nehmen aktiv an den Diensten teil, eine Tatsache, die der Wehr eine Sonderstellung verschafft. Denn kaum eine Wehr kann auf solch einen hohen Anteil weiblicher Kameraden verweisen.

Weniger gut sieht es für die Massaneier im Bereich der Jugend aus. „Schon seit 2004 haben wir keine Jugendfeuerwehr mehr. Zwar sind zehn der Jugendlichen von damals heute aktiv im Dienst der Feuerwehr. Aber es fehlt einfach an Nachwuchs“, bedauerte Riedel. Die Kameraden würden alles daran setzten, durch Besuche in Kindergärten und Schulen Mädchen und Jungen auf den Geschmack zu bringen. „Wenn sich in Massanei Nachwuchs findet, würde der zunächst sicher mit in Waldheim ausgebildet und erst mit dem Eintritt in den aktiven Feuerwehrdienst zu uns kommen. Doch so weit sind wir noch nicht“, so der erst 24-jährige Wehrleiter, der bisher noch keine großen Bewährungsproben als Chef der 29-köpfigen Ortswehr bestehen musste. Denn der bisher größte Einsatz der Massaneier Wehr – die mehrtägige Hilfe während des Hochwassers 2002 – lief noch unter Regie von Gerfried Stucke. Generell, so Riedel, haben sich die Aufgaben der Wehr seit ihrer Gründung vor 70 Jahren sehr verändert. „Damals galt es oft, Brände zu löschen. Doch die Sicherheitsstandards sind mittlerweile so gut, dass wir kaum noch zu Brandeinsätzen gerufen werden. Vielmehr steht technische Hilfeleistung im Vordergrund“, so der Ortswehrleiter. Er ist mit der Situation der Massaneier Wehr grundsätzlich zufrieden. So wurde das Feuerwehrdepot im Jahr 2002 saniert und bietet seither sehr gute Voraussetzungen für die Durchführung der Dienste und Veranstaltungen. Etwas betagt ist das Kleinlöschfahrzeug: ein Ford aus dem Jahre 1963. „Nach bisherigen Plänen sollen wir 2011 ein neues Fahrzeug erhalten, wahrscheinlich wieder in der bisherigen Größe“, so Riedel. Er selbst würde den alten, fast museumsreifen Ford dennoch gern behalten.

Eine Verbesserung wünscht sich der Wehrleiter hinsichtlich der Löschwasserversorgung. So müssten sowohl die Löschwasserentnahmestelle am Depot als auch der Teich im Oberdorf saniert werden. Wann die Mittel dafür bereit stünden, sei noch völlig offen.