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Ortswehren wachsen zusammen

Die Kameraden von Choren, Lüttewitz-Teeschütz und Mochau üben oft gemeinsam. Aber die Beichaer sind nur selten dabei.

Von Cathrin Reichelt

Sie sind froh, dass sie den Erhalt des Standorts der Ortswehr Beicha durchsetzen konnten. Hätten sie das nicht geschafft, wären alle Kameraden ausgetreten, sagt Ortswehrleiter Gunther Merzdorf zur Jahreshauptversammlung der Gemeindewehr Mochau. Das wären immerhin 22  Feuerwehrleute gewesen. Denn die Beichaer ist die Stärkste der vier Mochauer Ortswehren. Die Diskussion um einen zentralen Feuerwehrstandort, die noch vor einem Jahr heftig geführt wurde, scheint vom Tisch zu sein. Seitdem bleiben die Beichaer weitestgehend unter sich. Nur eine Übung in Simselwitz haben sie im vergangenen Jahr gemeinsam mit den anderen Ortswehren absolviert. Ansonsten habe es 2014 keine Einsätze gegeben, so Merzdorf. Dagegen seien die Kameraden in diesem Jahr bereits zweimal ausgerückt: zur Sicherung einer einsturzgefährdeten Scheune und zur Beseitigung eines umgestürzten Baumes.

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Die Ortswehren von Lüttewitz und Teeschütz haben sich dagegen zusammengeschlossen und treffen sich häufig zu gemeinsamen Diensten mit den Kameraden aus Choren und Mochau. Die Zusammenarbeit soll in diesem Jahr noch vertieft werden, betonten alle drei Ortswehrleiter.

Insgesamt gibt es in der Gemeindewehr von Mochau derzeit 52 aktive Kameraden. Darunter ist eine Frau. Außerdem werden sieben Jungs und ein Mädchen in der Jugendfeuerwehr ausgebildet. „Das sind viele Kinder, aber in der Jugendwehr können es nie genug sein“, meint Bürgermeister Gunter Weber (CDU). Er wünscht sich auch mehr Kameraden für die Wehr des größten Ortes Mochau. Das sind derzeit nur zehn.

„Den vier Ortswehren stehen fünf Fahrzeuge zur Verfügung erklärt Gemeindewehrleiter Stephan Vogel. Mit denen sind die Mochauer 2014 zu fünf Einsätzen ausgerückt. Darunter waren zwei Brände und ein Fehlalarm.

Die Ortswehr Lüttewitz-Teeschütz freute sich über ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSFW). Das alte Fahrzeug der Lüttewitzer hatte zum Hochwasser 2013 seinen Dienst versagt. Außerdem wurde die Ausrüstung in der Gemeindewehr modernisiert. Zu den Anschaffungen gehörten Dienstkleidung, 40 Helme, ein Notstromaggregat und zwei LED-Arbeitsscheinwerfer. Für dieses Jahr ist ein neues Fahrzeug für die Beichaer Wehr avisiert. Ihr LO 2 000 stammt aus den 1960er-Jahren und kann nur noch bedingt genutzt werden. Dass das neue Kleinlöschfahrzeug mit auf der Förderliste des Landkreises Mittelsachsen steht, bestätigt der stellvertretende Kreisbrandmeister Wolfgang Störr. Der Mochauer ist einer von 50 Förderanträgen von Feuerwehren aus dem Landkreis. Alle zusammen haben ein Volumen von 1,5 Millionen Euro. Störr behält aber auch etwas anderes im Blick und sagt: „An Euren Gerätehäusern muss etwas gemacht werden.“

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