merken
PLUS

Dresden

Ost-Ministerpräsidenten für Rückkehr Putins zu G7

Die ostdeutschen Ministerpräsidenten plädieren dafür, Russland wieder bei den G7 mitreden zu lassen. Damit weichen sie von der Linie der Bundesregierung ab. 

Erhält Unterstützung von seinen Ost-Kollegen: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer tritt schon länger für eine Aufhebung der Sanktionen gegen Russland ein. Jetzt auch für die Rückkehr zur G7.
Erhält Unterstützung von seinen Ost-Kollegen: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer tritt schon länger für eine Aufhebung der Sanktionen gegen Russland ein. Jetzt auch für die Rückkehr zur G7. © Thomas Kretschel/kairospress

Dresden/Berlin. Kurz vor den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen haben sich vier Ost-Ministerpräsidenten erneut für eine Annäherung an Russland ausgesprochen. Während im französischen Biarritz noch die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten tagten, forderten die Regierungschefs von Brandenburg, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt eine Rückkehr von Russlands Staatspräsident Wladimir Putin in den Kreis der großen Industriestaaten.

Zwar sagte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) der „Welt“, er wolle den Teilnehmern des G7-Treffens „keine Ratschläge von der Seite“ geben. „Aber je mehr Formate es gibt, um mit Russland zu sprechen, desto besser.“ Kretschmer hatte sich im Juni mit Putin in St. Petersburg getroffen und den Präsidenten zu einem Besuch in Dresden eingeladen, einer Stadt, in der Putin vor mehr als 30 Jahren als KGB-Offizier stationiert war. Dass Russland dauerhaft von Gesprächen ausgeschlossen und mit Sanktionen belegt werde, finde in Ostdeutschland keinen Beifall, betonte Kretschmer.

Erfolg ist mein Ziel. Wissen mein Weg.
Erfolg ist mein Ziel. Wissen mein Weg.

njumii ist der Ausgangsort für individuelle Karrieren. Im Handwerk. Im Betrieb. Im Mittelstand. In der Selbstständigkeit.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sagte der „Welt“, der Ausschluss Russlands aus den G8 wegen der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim 2014 sei damals richtig gewesen. Allerdings habe dieser Schritt „aus heutiger Sicht jedoch die Situation der Menschen dort ebenso wenig verbessert wie die seither gegen Russland verhängten Sanktionen“.

 Auch Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) und der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), sprachen sich für eine Rückkehr Russlands an den Tisch der G7 aus. (SZ)

Mehr zum Thema Dresden