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Ostdeutsche Exporte noch ausbaufähig

Dresden. Die ostdeutsche Exportwirtschaft kann von der Erweiterung der Europäischen Union (EU) besonders stark profitieren. Im Warenverkehr nach Polen und Tschechien bestehe noch ein „erhebliches Exportpotenzial“, berichtete gestern das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin.

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Dresden. Die ostdeutsche Exportwirtschaft kann von der Erweiterung der Europäischen Union (EU) besonders stark profitieren. Im Warenverkehr nach Polen und Tschechien bestehe noch ein „erhebliches Exportpotenzial“, berichtete gestern das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin.

Bisher seien die Ausfuhren im Vergleich zu westdeutschen Konkurrenten viel niedriger, als sie angesichts der regionalen Nähe sein könnten, so die Forscher. Der Vergleich, bei dem die geringere Wirtschaftskraft im Osten berücksichtigt wurde, ergab: Ein neues Bundesland hat rund 25 Prozent weniger nach Polen und Tschechien ausgeführt als ein altes.

Die neuen Länder halten an den deutschen Exporten in die Nachbarländer derzeit einen Anteil von zwölf bis 13 Prozent. Sachsens Firmen lieferten im vergangenen Jahr Waren für 451 Millionen Euro nach Polen und für 706 Millionen Euro nach Tschechien. Da vor allem Industriegüter ausgeführt würden, sei die ostdeutsche Wirtschaft wegen der geringeren Industriedichte benachteiligt, begründete das DIW die Exportschwäche.

Die Firmen sollten deshalb mehr auf Innovationen und qualifizierte Arbeitskräfte setzen. (SZ/nm)