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Osterhase erobert das Weihnachtsland

In der Straco Erlebniswelt in Colmnitz macht nicht erst der Mai vieles neu. Das fängt schon viel früher an.

Von Regine Schlesinger

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Des Autos neue Kleider

Autofreunde, Besitzer von Oldtimer und Ost-Fahrzeugen aufgepasst.

Was macht das Weihnachtsland, wenn Weihnachten vorbei ist? „Ostern“, antwortet Regina Straßburger, die Geschäftsführerin von Stracos Erlebniswelt in Colmnitz, und lacht.

Na klar, was auch sonst. Der kleine Benno hat damit schon angefangen. Aus Holzteilen, die in dem Colmnitzer Unternehmen angefertigt werden, bastelt sich der Dreijährige einen hübschen Osterhasen zusammen. Der wird noch bunt angemalt und dann zu Ostern sicher einen Ehrenplatz daheim auf der Festtagstafel bekommen. Viele Besucher, vor allem die mit Kindern, nutzen in der Schauwerkstatt der Erlebniswelt die Gelegenheit, selber kreativ zu werden, sagt Regina Straßburger.

Nicht nur in der Schauwerkstatt, auch im ganzen unteren Bereich des Hauses hat in den Januarwochen das weihnachtliche Angebot Platz gemacht für eines, das die Vorfreude auf den Frühling und das Osterfest weckt. Wer noch entsprechende Deko sucht, wird bestimmt fündig – er muss sich nur Zeit nehmen und ganz in Ruhe von einem Raum zum anderen bummeln. In der Etage darüber bleibt es aber im Wesentlichen das ganze Jahr über weihnachtlich.

Herausforderung Messe

Auch Regina Straßburger ist gedanklich schon wieder beim Fest der Feste. Sie fährt in Kürze nach Frankfurt am Main zur Ambiente-Messe, um neue Weihnachtsware zu ordern. Sie sei gespannt, was sie dieses Jahr erwartet, sagt sie. Die Herausforderung: Unter den Tausenden Produkten der zahlreichen Aussteller diejenigen zu entdecken, die der Kundschaft von Stracos Erlebniswelt gefallen könnten, damit das Weihnachtsgeschäft 2015 wieder so erfolgreich wird wie das von 2014. „Das ist wirklich sehr gut gelaufen“, sagt die Geschäftsführerin, die sich darüber freut, dass inzwischen auch die sehr junge Klientel – sonst eher die Ikea-Fraktion – nach Colmnitz findet.

Trotz des etwas abseits gelegenen Standortes kann Stracos Erlebniswelt dank umfangreicher Werbung nicht nur Gäste aus dem Freiberger oder Dresdner Raum, sondern auch aus Chemnitz, Leipzig oder Berlin begrüßen. Reisebusse aus ganz Deutschland steuern den Klingenberger Ortsteil an – und fahren mit begeisterten Insassen wieder ab. Die Hoch-Zeit ist natürlich die vor Weihnachten. Übers Jahr hinweg gibt es dagegen Schwankungen. „Da sind wir noch nicht ganz so zufrieden“, sagt Regina Straßburger.

Doch das Galerierestaurant macht einiges wett. Diese Verbindung zwischen der Erlebniswelt mit Volkskunst und dekorativen Wohnaccessoires und einem Restaurant kommt gut an. Vor allem an den Wochenenden registriert das Unternehmen immer mehr Buchungen für Familienfeiern. Was aufgrund des Standortes etwas fehlt, ist die Laufkundschaft, die einfach mal so vorbeischaut, sagt die Geschäftsführerin. „Deshalb müssen wir immer dranbleiben, Vereine oder Seniorengruppen mit unseren Angeboten ansprechen.“ Sie verhehlt aber auch nicht ein Manko des großen Hauses. Es fehlt ein Fahrstuhl. Darüber nachgedacht wurde in dem Familienunternehmen schon. Momentan scheitert der Einbau eines Fahrstuhls aber noch an den Kosten. Die einzelnen Etagen sind jedoch bereits behindertengerecht ausgebaut, versichert Regina Straßburger.

An der österlichen Vielfalt erfreuen können sich die Besucher noch bis Mai. Dann wird in der Verkaufsausstellung noch mal umdekoriert, ehe ab September wieder in allen Räumen Weihnacht ist. Von den 16 Mitarbeitern arbeiten einige auch in der eigenen Produktion von erzgebirgischer Volkskunst. Spanbäume und Schwibbögen entstehen hier – made in Colmnitz, das dank Stracos Erlebniswelt heute wieder in vieler Munde ist.

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