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Ostmagistrale bekommt Ausweichstraße im Elbarm

Die Sanierung der Wehlener und Österreicher Straße kann wohl erst 2018 beginnen. Das liegt auch an der Umleitungsstrecke.

© Sven Ellger

Von Nora Domschke

Zwar hat der Stadtrat bereits im Februar 2015 grünes Licht für den Ausbau der Fahrbahnen in der Wehlener Straße, Alttolkewitz und Österreicher Straße gegeben. Doch ob die Bauarbeiten wie geplant 2017 starten können, ist derzeit noch offen. Probleme bereitet offenbar die Ersatzstraße, die parallel zur Magistrale durch den Elbarm zwischen Tolkewitz und Laubegast gebaut werden soll.

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DSC vs. USC Münster | 24. Oktober 2020
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Über welche Straßen die Autofahrer von der Wehlener und der Österreicher Straße auf die Umleitung kommen, ändert sich aktuell je nach Bauverlauf.
Über welche Straßen die Autofahrer von der Wehlener und der Österreicher Straße auf die Umleitung kommen, ändert sich aktuell je nach Bauverlauf.

In der Sitzung des Leubener Ortsbeirates teilte Ortsamtsleiter Jörg Lämmerhirt kürzlich mit, dass die Planung für die zweispurige Fahrbahn sehr aufwendig sei. Dennoch habe sich das Straßen- und Tiefbauamt für diese Variante entschieden, um Automassen und Staus auf Nebenstraßen wie der Marienberger Straße auf Tolkewitzer Seite sowie auf der Salzburger Straße in Laubegast zu vermeiden. Deshalb sei die Umleitungsstrecke über die Pirnaer Landstraße über einen längeren Zeitraum nicht geeignet. Das hat auch die Sperrung der Leubener Straße in den vergangenen Monaten gezeigt. Dabei mussten Auto- und Lkw-Fahrer sowie der Schienenersatzverkehr auf die Salzburger Straße ausweichen. Dort ist es zum Teil so eng, dass es immer wieder zu brenzligen Situationen kam.

Nun soll die Ersatzstraße beim nächsten großen Bauprojekt im Dresdner Osten ein Verkehrschaos verhindern. Geplant ist eine Asphaltstrecke mitten durch den alten Elbarm in Höhe von Schulze-Delitzsch- und Steirischer Straße. Das erklärt Straßenbauamtschef Reinhard Koettnitz auf SZ-Anfrage. Dabei muss auch eine Brücke über den Niedersedlitzer Flutgraben errichtet werden. „Es ist nur eine temporäre Umleitungsstrecke“, so Koettnitz. „Wenn die Ostmagistrale fertig saniert ist, muss die Ersatzstraße komplett zurückgebaut werden. Die Fläche im Landschaftsschutzgebiet des Elbarms wird anschließend wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt, erklärt der Straßenbauamtschef.

Von der Ersatzstraße aus fahren Autos, Busse und Lkw weiter über die Steirische Straße bis zur Salzburger Straße. Im Abschnitt zwischen Salzburger und Leubener Straße wird die Steirische Straße nur in Richtung Osten befahrbar sein. In der Gegenrichtung wird der Verkehr ebenfalls auf einer Einbahnstraße über die Troppauer bis zur Salzburger Straße umgeleitet. Anwohner müssen damit rechnen, dass in dieser Zeit Pkw-Stellflächen wegfallen. Fest steht, dass es eng wird auf Laubegaster Straßen, denn sehr viele Autofahrer nutzen die Verbindung zwischen Laubegast und Tolkewitz. Rund 17 500 Fahrzeuge sind täglich auf der Straße Alttolkewitz zwischen den beiden Stadtteilen unterwegs. Auf der Österreicher Straße sind es immerhin noch etwa 14 000 Autos. Davon sind etwa zwei Prozent schwere Lkw.

Genau das ist der Grund für die dringend nötige Sanierung der Magistrale. Unter der Belastung haben die Fahrbahnen in den vergangenen Jahren erheblich gelitten. Auch die Gleise der Straßenbahnlinien 4 und 6 sind verschlissen. Die Hochwasser 2002 und 2013 haben den Zustand der Straße weiter verschlechtert. Deshalb planen das Straßen- und Tiefbauamt und die Verkehrsbetriebe nun die Rundumerneuerung im Abschnitt zwischen Schlömilch- und Leubener Straße. Saniert werden Fahrbahnen, Gehwege und Gleisanlagen, die Haltestellen werden barrierefrei ausgebaut. Außerdem sollen die Laternen- und Straßenbahnmasten neu angeordnet werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 16 Millionen Euro. Der Bau kann allerdings erst dann beginnen, wenn der Planfeststellungsbeschluss und die Fördermittelzusage vorliegen, sagt Koettnitz.

Umstritten war lange Zeit, wie das Parkplatzproblem im Bereich der Ladenmeile an der Österreicher Straße gelöst werden soll. Zunächst war vorgesehen, dass sechs Stellplätze dem Straßenausbau zum Opfer fallen. Nun sollen sie aber erhalten bleiben. Zweiter Kritikpunkt sind die fehlenden Radwege. Die Stadt prüft, ob dafür künftig die Gehwege genutzt werden können.