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Ostrau will Bauplätze schaffen

Ein neues Wohnbaugebiet soll in Wutzschwitz entstehen. Auch im Außenbereich plant die Gemeinde Veränderungen.

Am Eichenweg in Ostrau oberhalb des Gewerbegebietes gibt es noch Platz für den Bau von Eigenheimen.
Am Eichenweg in Ostrau oberhalb des Gewerbegebietes gibt es noch Platz für den Bau von Eigenheimen. © André Braun

Ostrau. Die Gemeinde Ostrau will Geld in den Haushalt einstellen, um weitere Bauplätze zu schaffen. Das teilte Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) zur Ratssitzung mit. Zum einen soll ein Eigenheimstandort in Wutzschwitz entlang der Straße entstehen. Zum anderen sollen Flächen als Bauplätze ausgewiesen werden, die zurzeit noch im Außenbereich liegen. Für sie würde es zurzeit keine Baugenehmigung geben. 

Durch eine sogenannte Außenbereichs- oder Ergänzungssatzung kann Abhilfe und damit Bauland geschaffen werden. Allerdings kostet das Zeit und Geld. „Es gibt Nachfragen für Grundstücke in Rittmitz, Schrebitz und Ostrau“, so Schilling. Er verweist auf das Wohngebiet oberhalb des Gewerbegebietes in Ostrau. Hier gebe es noch einige freie Bauplätze. Trotzdem denkt die Verwaltung voraus. Sie will Bauwilligen noch andere Grundstücke anbieten. Deshalb soll ein Bebauungsplan für das Areal in Wutzschwitz aufgestellt werden. „Das müssen wir planerisch auf die Füße stellen. So ein Verfahren braucht auch Zeit und Geld“, sagte Schilling.

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Das sei, wenn es um den Erhalt der Einwohnerzahl gehe, gut angelegt, meinte Gemeinderat Ralf Vogt (Freie Wähler). Er hatte bereits in der November-Sitzung vorgeschlagen, Ostrau als Wohnort in den Zentren wie Leipzig, Chemnitz und Dresden bekannter zu machen, dafür zu werben. „Wir haben viel zu bieten. Die zentrale Lage zwischen den Zentren, die gute Infrastruktur und attraktive Preise für Wohngrundstücke“, sagte Ralf Vogt. Leute aus den Großstädten könnten in der Gemeinde leben und von hier aus auf Arbeit fahren. Die guten Anbindungen an die Autobahnen und den Zug würden das möglich machen.

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Ralf Vogt hatte die Idee, auf Immobilienplattformen oder auf Plakaten in den Großstädten für den Wohnstandort Ostrau zu werben. Die Idee ist gut, aber zuerst müsste genügend Bauland zur Verfügung stehen. Und das will die Gemeinde nun schaffen, so Schilling. Denn Bauwillige wollen loslegen und nicht warten, bis ein Planungsverfahren in ein bis zwei Jahren fertig ist, sagte der Bürgermeister. (DA/je)