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Ostritz will familienfreundliche Wohnstadt werden

Ostritz wird kein bedeutender Industrie- und Gewerbestandort sein. „Aber es kann der Speckgürtel für Görlitz, Löbau und Zittau werden“, sagt die Zittauer Architektin Katrin Müldener. Das sei ein Fazit...

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Von Angelika Dornich

Ostritz wird kein bedeutender Industrie- und Gewerbestandort sein. „Aber es kann der Speckgürtel für Görlitz, Löbau und Zittau werden“, sagt die Zittauer Architektin Katrin Müldener. Das sei ein Fazit der bisherigen intensiven Analyse- und Arbeitsgruppentätigkeit zur Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes (Seko) für die Kleinstadt, die Ende vorigen Jahres 2626 Bürger zählte.

Müldener stellt den Arbeitsstand zur Erarbeitung des Seko vor. So wurden die Arbeitsgruppen (AG) Stadtbild, Wirtschaft und Lebensqualität gebildet. Sie stellen die Leitziele für die Entwicklung der Stadt bis 2025 auf. Nach einer intensiven Analyse mit Bürgerbefragung und Auswertung statistischer Daten wurden Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken diskutiert und daraus neun mögliche Leitziele definiert und dafür wiederum Schwerpunkte festgelegt (siehe Kasten).

Im August ist nun noch ein viertes Treffen der Arbeitsgruppen zur Entwicklung weiterer Projektideen und deren Umsetzung geplant. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden in einer Lenkungsgruppe zusammengefasst. Ihr gehören die Bürgermeisterin, Stadträte und Vertreter der Arbeitsgruppen an.

Schlüssel für Fördermittel

Im September soll der Entwurf des Stadtenwicklungskonzeptes fertig sein, im Oktober beschlossen werden. „Das Konzept ist ganz wichtig, vor allem auch als Grundlage für den weiteren Erhalt von Fördermitteln“, betont Bürgermeisterin Marion Prange.

Natürlich werde der Entwurf öffentlich ausgelegt, die Bürger können dazu Stellungnahmen abgeben. Auch eine Abschlussveranstaltung zur Vorstellung der Ergebnisse ist geplant. Auf der Homepage der Stadt stehen bereits die Protokolle der Arbeitsgruppentreffen.

„Entscheidend ist die Prognose der Bevölkerungsentwicklung. Wir haben zurzeit mehr Wünsche als harte Fakten“, sagte Hubertus Ebermann (CDU) in der Ratssitzung. Planerin Katrin Müldener verwies darauf, dass eine Abnahmetendenz anhand der bis 2016 vorliegenden Bevölkerungswerte schon erkennbar sei. Diese zeigten auch auf, dass vor allem die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter stark zurückgeht, die Zahl der über 65-Jährigen aber zunimmt. Prognosezahlen bis 2025 soll jetzt noch ein externes Büro errechnen.

www.ostritz.de/Link Arbeitsgruppen