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Elf neue Azubis beim Mühlenbäcker

Zukünftige Bäcker, Konditoren und auch eine Systemgastronomin haben gerade ihre Lehre begonnen. Wer kurzfristig anfragt, hat sogar noch Chancen.

Konditor-Azubi Julia Fichte (li.) und Bäcker-Lehrling Jessica Golbs
fühlen sich in ihrer Ausbildung beim Ottendorfer Mühlenbäcker pudelwohl. Am Montag konnten sie die neuen Lehrlinge begrüßen.
Konditor-Azubi Julia Fichte (li.) und Bäcker-Lehrling Jessica Golbs fühlen sich in ihrer Ausbildung beim Ottendorfer Mühlenbäcker pudelwohl. Am Montag konnten sie die neuen Lehrlinge begrüßen. © René Meinig

Ottendorf-Okrilla. Eine Premiere gab es am Montag beim Mühlenbäcker. Erstmalig hat bei dem Ottendorfer Unternehmen eine junge Frau ihre Ausbildung als Systemgastronomin begonnen. „Das gab es bei uns noch nie“, sagt Robert Meyer, einer der beiden Geschäftsführer des Unternehmens. „Normalerweise bilden große Ketten wie McDonald's diesen Beruf aus. Da wir in unseren Filialen zunehmend auch Snacks oder Suppen anbieten, passt eine so ausgebildete Fachfrau gut zu uns.“

Sie wird nach seinen Angaben diese Speisen zubereiten und sie auch in den Filialen anbieten. „Das muss sich erst einmal herumsprechen, dass wir auch solche Berufe ausbilden. Bäcker und Konditor werden mit uns in Verbindung gebracht, mehr aber meist nicht.“ Die haben am Montag ebenfalls beim Mühlenbäcker mit ihrer Ausbildung begonnen. „Vier Bäcker und vier Konditoren haben angefangen. Darüber sind wir sehr froh. Das zeigt, dass die Ausbildung bei uns geschätzt wird.“

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Gemeinsam mit einer Verkäuferin, einem Facharbeiter für Lagerlogistik und der Systemgastronomin werden sie in den nächsten Wochen ihre ersten Schritte beim Mühlenbäcker unternehmen. „Anschließend besuchen sie jeweils für mehrere Tage die Berufsschule.“ Die Ausbildung von Nachwuchs hat im Unternehmen einen hohen Stellenwert. Regelmäßig machen beim Mühlenbäcker Jahrgangsbeste von sich Reden, die bei Regional- und Landeswettbewerben vorn liegen.

Alle Azubis übernommen

Elf Lehrlinge, das ist für Robert Meyer eine gute Zahl. Allerdings lag sie im vergangenen Jahr noch bei 15 Azubis. Der Co-Geschäftsführer führt den Rückgang auf die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zurück. „Wir konnten beispielsweise nicht wie in vergangenen Jahren Schnuppertage anbieten.“ Gerade beim Beruf des Verkäufers hätte er gerne ein paar mehr Bewerbungen gehabt. „Vier bis fünf Lehrlinge könnten wir noch aufnehmen. Wer kurzfristig bei uns noch anfragt, hat gute Chancen“, sagt er. 

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Er rechnet damit, dass sich ohnehin noch junge Leute melden. „Einige Betriebe haben ja wegen Corona ihre Ausbildungsplätze gestrichen. Vielleicht kommt der ein oder andere noch zu uns.“ Beim Mühlenbäcker wurde nach seinen Angaben niemand wegen der Pandemie entlassen. „Wir haben auch alle Auszubildenden mit einem erfolgreichen Abschluss übernommen. Das ist ja nicht in jeder Branche gelungen.“

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