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Ottendorf-Okrilla ist nicht genug

Casting. Die Dresdner Filmemacherum den Konzeptkünstler ThomasPreibisch drehen wieder. Für ein Schlager-Video suchen sie jetzt bis zu 25 weibliche Darstellerinnen.

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Von Andreas Rentsch

Es ist wieder so weit: Die Klappe fällt, die Kamera läuft. Nach dem Erfolgsbeitrag „Ottendorf-Okrilla“ beim Dresdner Kurzfilmfestival „Dogs, Bones & Catering“ dreht das Filmteam um Konzeptkünstler Thomas Preibisch jetzt einen Videoclip. Um die Suche nach weiblichen Darstellerinnen ein wenig zu vereinfachen, veranstalten die drei jungen Herren am kommenden Sonntag ein Casting. Da in jeder Szene des Videos eine neue Darstellerin zu sehen sein soll, ist der personelle Bedarf des Filmteams groß: 15 bis 25 Rollen wolle er vergeben, sagt Preibisch. „Ausstrahlung und Natürlichkeit sind wichtiger als makellose Schönheit.“

Als Drehstart für die Schlager-Persiflage „Für einen Hosenstall voll Zärtlichkeit“ ist das übernächste Wochenende vorgesehen. Der anzügliche Titel müsse niemanden beunruhigen, beschwichtigt der 30-Jährige. „Das wird alles ganz sympathisch.“ Es werde eine Geschichte erzählt, es gehe nicht um „Getanze“. Neben dem Clip wollen er und seine Kompagnons Bert Gisa und Andreas Doms noch einen Musikfilm produzieren. „Das wird ein Making-Of des Videos“, deutet Preibisch an. Mit von der Partie werde auch MDR-Wetterfee Saskia Grams sein. Die sei bereits gecastet worden.

Ottendorf-Okrilla, dem Ursprung ihres jungen Ruhms, bleibt der „Saskia-Grams-Fanclub“ weiterhin freundschaftlich verbunden. „Die Leute auf der Straße haben uns angesprochen“, erzählt Preibisch von seiner Rückkehr in die „Beinahe-Stadt“. Das Medienecho scheint zu wirken: Rund 800 Mal ist der preisgekrönte Viereinhalb-Minuten-Film bisher aus dem Internet heruntergeladen worden, das gleichnamige Lied bereits tausendfach. Einziger Wermutstropfen: Die Suche nach einem örtlichen Kino, in dem der Streifen hätte vorgeführt werden können, blieb ergebnislos. Jetzt sucht der Liedermacher eine Möglichkeit, zumindest einmal live in Ottendorf zu singen. Dann könnte er seine CD „Ich interessier mich nicht so für Musik“ vorstellen.

Das Casting für den Videodreh beginnt am Sonntag im Kino im Kasten (KiK), August-Bebel-Straße 19 in Dresden.

www.fischbild.de, www.kik-dresden.de