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Fußballgolf: Saisonbeginn mit Verspätung

Auf der Ottendorfer Fußballgolf-Anlage können Besucher jetzt wieder kicken. Allerdings mit Auflagen.

Die Inhaber Dagmar und Ralf Fellendorf öffnen wieder ihre Soccergolf-Anlage in Ottendorf-Okrilla. Der Saisonbeginn musste wegen Corona verschoben werden.
Die Inhaber Dagmar und Ralf Fellendorf öffnen wieder ihre Soccergolf-Anlage in Ottendorf-Okrilla. Der Saisonbeginn musste wegen Corona verschoben werden. © René Meinig

Ottendorf-Okrilla. Wer schon einmal Fußballgolf gespielt hat, weiß, dass es hier nicht darum geht, einen Gegenspieler zu umdribbeln oder mit einem satten Schuss den Torwart zu bezwingen, sondern mit möglichst wenigen Schüssen das Runde ins Runde zu befördern, also das Leder ins Loch einer Bahn zu kicken.

Diesem Freizeitvergnügen kann man seit dem 8. Mai auch wieder auf der Soccergolf-Anlage des Ehepaares Fellendorf in Ottendorf-Okrilla nachgehen. Diese 18-Loch-Anlage hat eine Fläche von 47.000 Quadratmetern und ist Sachsens einzige ihrer Art. Auch Dagmar und Ralf Fellendorf mussten sich ziemlich lange gedulden, bis sie die Pforten ihres Sport- und Freizeitparks wieder öffnen durften. "Eigentlich wollten wir, wie sonst auch, am 20. März unsere Saison beginnen", erzählt Dagmar Fellendorf. Wegen Corona und dem anschließenden mehrwöchigen Lockdown mussten die beiden jedoch die Eröffnung verschieben. 

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Die ersten Wochen habe man noch gedacht, dass "alles halb so wild" sei. Doch als sich auch Mitte April nichts tat, das gesellschaftliche wie wirtschaftliche Leben weiter so gut wie still lag, "fanden wir das nicht mehr lustig", so Ralf Fellendorf. Da habe man sich, so der 62-Jährige, gefragt, ob und wie es nun mit Sachsens einziger Soccergolf-Anlage weitergehen werde. 

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"Fußballgolf und mehr." So steht es auf dem Flyer, den das Ehepaar vor einiger Zeit hat fertigen lassen. Fußballgolf geht jetzt wieder, mehr aber noch nicht. Denn auch die Fellendorfs bekamen natürlich die in der Corona-Zeit üblichen Auflagen. Heißt auch, dass in der Sport- und Freizeitanlage Vergnügungen wie Open-Air-Schach oder Kleinfeldfußball derzeit flachfallen. 

Was geht, ist die Nutzung der 18-Loch-Anlage. Aber auch dort ist Abklatschen und Umarmen derzeit verboten. Da die Kontaktbeschränkungen nach wie vor gelten, dürfen gegenwärtig nur Mitglieder von maximal zwei Hausständen zusammen fußballgolfen. 

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Und dabei ist diese Anlage, die es seit 2011 gibt, seit Jahren vor allem ein beliebter Anlaufpunkt für Vereine, Firmen und Schulen. Hier lassen Fußballclubs ihre Spielzeit ausklingen, auf der Anlage finden Kindergeburtstage und Hochzeiten statt, und auch für Schulklassen ist der Soccergolf-Platz ein beliebtes Ausflugsziel. 

Fußballgolf und Freizeitsport in allen Gruppen. Das zog bisher viele Menschen auf die von Wäldern umringte Parkanlage auf dem Ottendorfer Wachberg. Und jetzt? "Wir müssen da abwarten", sagt die 58-jährige Dagmar Fellendorf. Es bleibe ihnen auch nichts anderes übrig. 

In den vergangenen Wochen verbrachte das Ehepaar viel Zeit auf dem Platz, allerdings nicht um das eigene Handicap zu verbessern, sondern um die Anlage für die Saison, die von März bis Oktober geht, wieder fit zu machen. Eine Saison, die aller Wahrscheinlichkeit nach eine kurze werden dürfte. 

Wird es vielleicht in den Sommermonaten noch etwas mit dem Gruppengefühl beim Soccergolf, beim Kleinfeldfußball? Das ist die Frage, die sich die beiden derzeit oft stellen. Aber auf welche die Fellendorfs keine Antwort haben. "In diesen Corona-Zeiten weiß man einfach nicht, was noch kommt", so Dagmar Fellendorf. Man schaut halt, was noch an weiteren Lockerungen kommen wird. Und vertraut auf Zaungäste, auf Wanderer und Radfahrer, die in diesen Tagen gelegentlich in der Anlage vorbeischauen. 

Die könnten selbstverständlich gerne das Bewirtungsangebot nutzen, so Dagmar Fellendorf. Man müsse ja nicht gleich fußballgolfen. Aber - ein kurzes Zögern - gefallen würde es dem Ehepaar schon, wenn sich da der ein oder andere im Soccergolf versuchte. Wenn man schon mal da ist. 

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