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Ottendorf widmet sich dem Hochwasserschutz

2,9 Millionen Euro gab´s vom Freistaat. Was mit dem Geld wird, will gut überlegt sein.

Von Marleen Hollenbach

Der heftige Regen der vergangenen Tage hat auch die Ottendorfer aufhorchen lassen. Zwar kamen die Anwohner diesmal glimpflich davon. Genau vor einem Jahr sah das aber ganz anders aus. Die Bilder dazu haben die Ottendorfer noch im Kopf. Vor allem in Hermsdorf und Medingen hatte das Wasser der Großen Röder Straßen und Grundstücke überschwemmt. Aber auch die kleinen, vermeintlich harmlosen Flüsse haben ihre Spuren hinterlassen. Weil für die Orla, die Kleine Röder und den Lausenbach die Gemeinde selbst verantwortlich ist, muss sie sich in den kommenden Jahren um die Schadensbeseitigung kümmern. Rund 2,9 Millionen Euro werden dabei investiert. Geld, das gut angelegt sein will. Starke Regenfälle wird es auch in Zukunft immer wieder geben. Auf überflutete Straßen in der Großgemeinde würde allerdings jeder gern verzichten.

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Es ist eine Mammutaufgabe, die sich viele Kommunen der Region jetzt stellen müssen. In Ottendorf-Okrilla kommt das Thema am kommenden Montag bei der Sitzung des Gemeinderates mal wieder auf den Tisch. Von einem Hochwasserrisikomanagement und nachhaltigem Wiederaufbauplan wird da gesprochen. Worte, die gut klingen, die die betroffenen Anwohner allerdings nur dann überzeugen, wenn sie bald umgesetzt werden. Einfach ist das nicht. Die Beseitigung der Hochwasserschäden ist ein aufwendiger bürokratischer Akt, dem sich die Mitarbeiter der Verwaltung zusätzlich zu ihren normalen Aufgaben stellen müssen. Um den Prozess dennoch etwas zu beschleunigen, stimmen die Gemeinderatsmitglieder am Montag darüber ab, ob der Bürgermeister zukünftig einzelne Planungsleistungen selbstständig vergeben kann.

Das aber ist nur ein Thema der Sitzung, die um 19 Uhr im Ratssaal beginnt. Auf der Tagesordnung steht auch einmal mehr die Erweiterung des Waldkindergartens. Damit es mit dem Bau der dringend benötigten Krippenplätze schon bald losgehen kann, werden die Gemeinderatsmitglieder über die ersten Baupläne und den aktuellen Stand informiert. Und noch eine weitere kommunale Kindereinrichtung steht auf der Tagesordnung. Die Gemeinderäte diskutieren am Montag über die Erweiterung des Hortes in Ottendorf-Okrilla. Hier werden die Aufträge für die Ausstattung und die Möblierung vergeben.

Für Ottendorfs Bürgermeister Michael Langwald (parteilos) wird die Sitzung am kommenden Montag besonders spannend. Schuld daran sind nicht die zahlreichen Themen der Tagesordnung. Vielmehr geht es darum, welche Mitglieder des Gemeinderates sich überhaupt im Ratssaal in Ottendorf-Okrilla am Abend einfinden werden. Schließlich haben die Ottendorfer am vergangenen Sonntag einen neuen Gemeinderat gewählt. Zwar hat der Bürgermeister von Ottendorf-Okrilla die ehemaligen Gemeinderäte aufgefordert, unbedingt am Montag noch einmal zur Sitzung zu erscheinen. Aber ob jeder diesen letzten Termin auch wirklich wahrnimmt, ist unklar. Sicher auf ihren Stühlen sitzen werden wohl jene Gemeinderäte, die auch für die kommenden fünf Jahre wiedergewählt worden sind. Und auch die neuen Gesichter im Gemeinderat dürfen schon einmal Kommunalpolitik-Luft schnuppern.

Die Sitzung des Gemeinderates findet am Montag um 19 Uhr im Rathaus Ottendorf-Okrilla statt.