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Palaissommer: Großer Anklang trotz Corona

Das eintrittsfreie Festival am Japanischen Palais feierte am Wochenende sein Finale. Nachdem der Regen vertrieben war, durfte getanzt und gelauscht werden.

Die Klaviernacht mit Suryeon Noh zog am Samstagabend Hunderte Besucher an.
Die Klaviernacht mit Suryeon Noh zog am Samstagabend Hunderte Besucher an. © René Meinig

Dresden. Nachmittags traurige Kinder in Matschhosen, abends entspannte Erwachsene im Liegestuhl:  Das Finale des diesjährigen Dresdner Palaissommers stand mit seinem Auf und Ab symbolisch für das gesamte Festival.

War wegen der Corona-Krise zunächst lange Zeit unklar, ob die kostenlose Veranstaltungsreihe für Kunst, Kultur und Bildung in diesem Jahr überhaupt stattfinden kann, wurde der Palaissommer schließlich doch zum großen Publikumserfolg.

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Schon zur Halbzeit in der zweiten Augustwoche zeigte sich, dass trotz der stark eingeschränkten Kapazitäten sogar mehr Gäste als im Vorjahr kamen. Nur bis zu 1.000 Besucher durften gleichzeitig auf das Gelände hinter dem Japanischen Palais. In anderen Jahren waren an manchen lauen Sommerabenden mehr als 4.000 gezählt worden.

Zu früh gefreut: Der Clown-Auftritt und das Babykonzert mussten am Samstagnachmittag ausfallen.
Zu früh gefreut: Der Clown-Auftritt und das Babykonzert mussten am Samstagnachmittag ausfallen. © René Meinig

Dennoch überwiegt bei den Machern die Freude: "Der Zuspruch war wirklich immens", sagt Veranstaltungsleiterin Katharina Härtel. "Wir hatten fast jeden Abend Einlass-Stopp." Insgesamt standen diesmal 184 Veranstaltungen auf dem Programm, von Konzerten, über Malerei und Yoga im Park bis hin zu Poesie- und Leseabenden.

"Es war eine unglaublich schöne Stimmung", sagt Katharina Härtel. "Ich glaube fast, dass die Menschen diese Erlebnisse gerade wegen Corona noch mehr genossen haben, als sonst." Die Veranstalter hätten eine große Dankbarkeit des Publikums dafür gespürt, was in diesen schwierigen Zeiten auf die Beine gestellt werden konnte.

Auch die akustische Übertragung des Programms zum Palais-Ufer unterhalb des Veranstaltungsgeländes darf als grandiose Idee gewertet werden und hat viel Potenzial für die nächste Ausgabe 2021 - die dann hoffentlich nicht wieder von Corona beschränkt wird. 

Das Festival-Finale an diesem Wochenende begann zunächst verregnet. Clown Lulu und das Babykonzert mussten daher am Samstagnachmittag abgesagt werden, wobei das Konzert am Sonntagvormittag nachgeholt werden konnte.

Überhaupt seien in diesem Jahr insgesamt nur vier Veranstaltungen dem Wetter zum Opfer gefallen - und nur zwei davon konnten nicht verschoben werden.

Die koreanische Pianistin Suryeon Noh verzauberte am Samstagabend die Besucher des Palaissommers.
Die koreanische Pianistin Suryeon Noh verzauberte am Samstagabend die Besucher des Palaissommers. © René Meinig

Am Sonntag zeigt sich der Palaissommer noch einmal mit seiner ganzen Vielfalt: Eingeleitet wird der Abend 19 Uhr mit der Klassiknacht unter der Überschrift "Künstler helfen Künstlern". Auf der Bühne steht dann die international bekannte Sopranistin Camilla Nylund, gemeinsam mit Musikern der Dresdner Philharmonie und der Staatskapelle. 20.30 Uhr sollen dann die Gewinner der Palaissommer-Tombola ausgelost werden. Noch bis 20 Uhr können vor Ort die Lose gekauft werden. Hauptpreis: Zwei Übernachtungen im Hotel "Insel der Sinne" in Görlitz.

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