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Palfinger will in Löbau hoch hinaus

Der österreichische Weltkonzern siedelt seine Service-Abteilung aus Ebersbach um. Dafür wird angebaut.

© www.foto-sampedro.de

Von Markus van Appeldorn

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Ebersbach/Löbau. In der Schublade lagen die Pläne bei Palfinger in der Äußeren Bautzner Straße schon seit ein paar Jahren. Jetzt hat der österreichische Weltkonzern damit begonnen, seinen Löbauer Repräsentanz großflächig zu erweitern. Auf einem dem Firmensitz gegenüberliegenden Grundstück wurden in den letzten Wochen Gebäude abgerissen, Gärten eingeebnet und Bäume gefällt. „Dort entsteht unsere neue Service-Niederlassung“, sagt Matthias Bulda, Werksleiter von Palfinger in Löbau.

Noch ist diese Service-Niederlassung mit zwölf Mitarbeitern in Ebersbach angesiedelt. „An diesem Standort sind wir aber nur Mieter und kommen dort auch größenmäßig an unsere Grenze“, sagt der Werksleiter. Da man in Löbau ohnehin über das Grundstück verfügt habe, könne man so Produktion und Service zueinanderführen. Im Konzern gehören die beiden Palfinger-Unternehmen zu verschiedenen Geschäftsbereichen. Der angestammte Löbauer Betrieb gehört als Produktionswerk für Hebebühnen zur Sparte „Palfinger Platforms GmbH“, die Ebersbacher Service-Niederlassung ist dem Bereich „Palfinger Deutschland GmbH“ zugeordnet. Palfinger hatte das rund 28000 Quadratmeter große Areal auf der gegenüberliegenden Straßenseite vor einigen Jahren erworben. „Es gibt Baurecht für eine Fläche von 16000 Quadratmetern“, informiert Werksleiter Bulda, „wir werden aber nicht einmal die Hälfte dieser Fläche bebauen und die 16 000 Quadratmeter auch final nicht ausschöpfen.“ Geplant ist der Bau eines Bürogebäudes und einer Halle für den Kundenservice. Mit einer Kabelverlegung unter der Äußeren Bautzner Straße durch werde der Service-Trakt an die IT-Technik des Unternehmens angeschlossen. Dazu seien keine Bauarbeiten an der Straße nötig. Zusätzlich entstehen ein Empfangsbereich und Sozialräume. Einen guten Teil der überbauten Fläche werden auch 150 neue Parkplätze für die künftig 240 Mitarbeiter am Standort Löbau einnehmen. „Der größte Teil des Areals wird aber begrünt“, sagt Werksleiter Matthias Bulda.

Zunächst würden nur die zwölf Mitarbeiter aus Ebersbach am neuen Standort arbeiten“, sagt der Werksleiter. Eine Aufstockung der Belegschaft sei aber nicht ausgeschlossen. Eigentlich habe man längst schon mit dem Bau beginnen wollen. Dennoch richtet Bulda mit einer Fertigstellung und Inbetriebnahme des Servicebetriebs in Löbau noch in diesem Jahr. „Der Bauantrag läuft. Wir haben die Bauarbeiten extern ausgeschrieben“, sagt Bulda.

Über Palfinger

Palfinger Platforms in Löbau gehört zur Palfinger AG in Salzburg.

Spezialisiert ist Palfinger auf Hebe- und Ladevorrichtungen. Stammprodukt ist der Lkw-Knickarmkran. In diesem Segment ist das Unternehmen Weltmarktführer.

Zu den Abnehmern gehören Verleihgeschäfte, Kommunen, Landschaftsbaufirmen. Zum Einsatz kommen sie auch bei der Reinigung von Gebäuden oder Wartung von Windkraftanlagen.

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Palfinger hatte bereits seit dem Sommer 2015 in Löbau erweitern wollen. Vom Unternehmen hieß es damals, dass aufgrund der guten Auftragslage auf dem bisherigen Firmengelände immer weniger Platz sei, die gefertigten Hebebühnen zu testen. Das soll unter anderem in der künftigen Halle auf dem neuen Gelände geschehen. Die Planung von Palfinger stieß damals aber auf Bedenken bei Anwohnern und Behörden. Laut der damaligen Planung sollten 80 Prozent der Grundstücksfläche versiegelt werden. Kritiker befürchteten deswegen Überschwemmungen nach Starkregenfällen. Anwohner richteten Beschwerden gegen eine mögliche Lärmbelästigung durch die Halle. Beide Gefahren hatte Palfinger damals im Stadtrat mit der Vorlage von Gutachten ausgeschlossen. Der Stadtrat ging damals auf die Bedenken ein und änderte den Bebauungsplan.

Über mangelnde Nachfrage muss sich Palfinger-Werksleiter Bulda bis heute nicht beklagen. Aktuell sei sehr viel Entwicklung im Markt. „Unsere Bühnen werden größer, vor allem aber müssen sie leichter werden“, sagt er. Grund dafür ist die Abgasnorm Euro 6 für die neueste Generation von Nutzfahrzeugen. Die modernen Anlagen für die Abgasbehandlung erhöhen das Gewicht eines Lkws um bis zu 200 Kilogramm. Aufbauten wie Hebebühnen oder Kräne müssen daher zwangsläufig leichter werden, damit die Fahrzeuge ihr zulässiges Gesamtgewicht nicht überschreiten oder bei der nach Gewicht gestaffelten Steuer ungünstiger eingestuft werden.