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Parkabzocke am Wahlsonntag

Zum Beitrag „Freifahrtschein für Falschparker“ (SZ von gestern) schreibt Christian Fischer: Mit Interesse habe ich Ihren Beitrag gelesen, leider kam er für mich zu spät. Wir haben die 15 Euro an besagte Firma gezahlt.

Zum Beitrag „Freifahrtschein für Falschparker“ (SZ von gestern) schreibt Christian Fischer:

Mit Interesse habe ich Ihren Beitrag gelesen, leider kam er für mich zu spät. Wir haben die 15 Euro an besagte Firma gezahlt. Im ersten Moment war mir gar nicht aufgefallen, dass es sich um einen privat betriebenen Parkplatz handelt. Ich habe immer auf das Schreiben vom Ordnungsamt gewartet, weil ich Widerspruch einlegen wollte. Ich habe nämlich nur drei Minuten auf dem Parkplatz neben dem Amtsgericht geparkt. Ein Schreiben vom Ordnungsamt kam aber nicht.

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Ich hatte den Vorfall auch schon längst vergessen. Dann aber meldete sich besagte Firma bei mir mit der Ankündigung zur Vollstreckung. Da aber nun schon geraume Zeit ins Land gegangen war, war ich der Annahme, dass die Widerspruchsfrist auch schon verstrichen ist. So habe ich eben das Knöllchen bezahlt.

Was mich aber am meisten erregt hat, war der Tag des Parkverstoßes. Es war nämlich am Wahlsonntag. Darum war die Parkzeit auch nur so kurz. Es war also reine Abzocke. Eigentlich wollte ich mich beim Bürgermeister von Meißen über diese so dreiste Abzocke beschweren, was ich dann aber doch nicht getan habe. Eine Antwort hätte ich sicher sowieso nicht bekommen. Jedenfalls ist mein Interesse, an künftigen Wahlen teilzunehmen, stark gesunken.