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Parken auf Bischofswerdas Altmarkt kostet bald auch sonnabends Geld

Dafür kann man auf dem Neumarkt sein Auto künftig gratis abstellen – und das länger als in den Geschäftsstraßen.

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Bischofswerda regelt das Parken in der Innenstadt neu. Für Autofahrer gibt es zwei Veränderungen. Parken auf dem Neumarkt – bislang gegen Gebühr – soll künftig bis zu zwei Stunden mit Parkscheibe erlaubt werden. „Wir möchten mit dieser Zeit vor allem Bürgern entgegenkommen, die beispielsweise einen Arzttermin haben, was in einer Stunde oft nicht zu schaffen ist“, sagte Isabel Seiler, Sachgebietsleiterin im Ordnungsamt. Die kostenfreien Stellplätze sollen zudem ein Ersatz für jene sein, die wegfallen, sobald die Dresdener Straße in beiden Richtungen befahren werden darf. Außerdem soll der Neumarkt als Anwohner-Parkplatz genutzt werden.

Auf dem Altmarkt bleibt es bei den jetzigen Parkgebühren. Kurzzeitparker zahlen bis zu zwölf Minuten 20 Cent. Für einen Euro kann man sein Fahrzeug eine Stunde, für zwei Euro zwei Stunden abstellen. Bislang kassiert die Stadt nur montags bis freitags. Sonnabends ist das Parken gebührenfrei. Das soll sich ändern. Zumindest bis zum Mittag werden Autofahrer künftig zahlen müssen. Die Stadt reagiere hier auch auf einen Wunsch der Werbegemeinschaft, sagte deren stellvertretende Vorsitzende Elke Förster gestern der SZ. Die Stellplätze auf dem Markt sollen so auch Sonnabendvormittag Kunden statt Dauerparkern zur Verfügung stehen.

Der Technische Ausschuss des Stadtrates stimmte der neuen Parkgebührenordnung am Dienstag zu. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat am 23. April. Voraussichtlich ab Mai, spätestens ab Juni könnte die neue Gebührenordnung gelten, sagte Isabel Seiler.

Die „Brötchentaste“, die es ermöglicht, die ersten zehn oder 15 Minuten kostenfrei zu parken, wird es auch künftig auf dem Altmarkt nicht geben. Stadträte im Technischen Ausschuss begründeten es mit den „moderaten 20 Cent“ für Kurzzeitparker. Außerdem, so hieß es auf der Ausschusssitzung, seien die Parkscheinautomaten ungeeignet für die „Brötchentaste“. Sie würden nur dann einen Parkschein drucken, wenn auch Geld in den Automaten geworfen wird. In den Geschäftsstraßen bleibt es beim kostenfreien Parken bis zu einer Stunde mit Parkscheibe. (SZ/ir)