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Parkhaus-Bau von Lange Uhren beginnt

Schneller als geplant wurden die Fundamente der Glashütter Hochgarage angelegt. Im September soll sie fertig sein.

Von Maik Brückner

Ein Riesenbohrer steht auf der Brachfläche zwischen Dresdner Straße, Müglitz und Müglitztalbahn. Langsam senkt er sich und dreht sich in den Glashütter Untergrund. „Das Loch wird 60 Zentimer breit“, erklärt Michael Braun. Der Architekt arbeitet als Baukoordinator der Uhrenfirma Lange. Er überwacht den Bau des Parkhauses. Heute ist er hier, um zu sehen, wie das Fundament entsteht. Diese Arbeiten sind zugleich der Auftakt am Bau.

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Gearbeitet wurde auf dem Gelände bereits im letzten Jahr. Lange ließ Bäume entfernen, die an der Grundstücksgrenze zur Bahntrasse standen. Außerdem wurde die Fläche von Archäologen untersucht, und es wurden Probebohrungen vorgenommen.

Schotterschicht kommt weg

Letztere sollten den Bauleuten Anhaltspunkte geben, in welcher Tiefe der Fels beginnt. Gestützt auf diese Unterlagen, begannen die Bohrexperten letzte Woche mit ihren Arbeiten. Eigentlich hatten sie eine Woche Zeit, ihre Löcher zu bohren. Doch sie brauchten nur einen ganzen Tag. Das lag am Untergrund, sagt Michael Braun. Der Fels liegt hier höher als ermittelt. Die Firma konnte an acht Stellen ihre Bohrer schnell wieder absetzen und auf das Anlegen von Bohrpfählen verzichten. Bei vielen der anderen 40 Bohrungen mussten sie nicht so tief wie ursprünglich angenommen bohren. Meist erreichte der Bohrer schon nach drei Metern den Fels, nur in Ausnahmen mussten sich die Bohrer bis zu zwölf Meter in den Boden drehen.

Für Lange sind das positive Nachrichten, denn vorsichtshalber hatte Michael Braun den Bohrexperten zwölf Tage eingeräumt. Weil sie aber so schnell fertig waren, konnten die Tiefbauer bereits in dieser Woche beginnen. In den nächsten Tagen werden sie eine etwa 50 bis 60 Zentimeter dicke Schotterschicht abtragen. Damit werden auch die Köpfe der Bohrpfähle sichtbar, sagt Michael Braun. Diese werden nun gekürzt und auf gleiche Höhe gebracht. „Ein übliches Verfahren“, sagt Braun.

Danach werden auf diese Pfähle sogenannten Pfahlkopfbalken gelegt. Von der Form her sind sie Holzbalken vergleichbar. Im Unterschied zu ihnen werden sie vor Ort aus Stahlbeton gefertigt. Von oben aus sehen die Pfahlkopfbalken wie ein Netz von mehreren Streifenfundamenten aus, auf denen ab Mai das eigentliche Parkhaus mit vorgefertigten Stahlteilen aufmontiert wird. Im Juni soll es im Rohbau stehen. Einen Monat später soll die Fassade angebracht werden. Danach werden die Außenanlagen gestaltet. Im September, so der Plan von Lange, soll das Parkhaus seiner Bestimmung übergeben werden.

Bis dahin müssen die Anwohner mit einigen Einschränkungen leben. Michael Braun weiß das. Deshalb bemüht er sich, sie über neueste Entwicklungen am Bau zu informieren. Je nach Anlass schickt er dazu E-Mails raus. Die ersten beiden hat er schon verschickt. Darin ging er auch auf die üblichen Arbeitszeiten auf der Baustelle ein. Lange hat so geplant, dass dort werktags nur von 6 bis 18 Uhr gearbeitet wird. Nur ausnahmsweise soll es davor oder danach laut werden. So eine Ausnahme gab es am letzten Mittwoch, als das Bohrgerät angeliefert wurde. „Transportbedingt“ sei das nicht anders möglich gewesen.