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Dresden

Parkplätze weichen für Radfahrer

Die Hüblerstraße am Schillerplatz wird ab Sommer für Radfahrer geöffnet. Weitere Ideen für deren Sicherheit gibt es bereits.

Die Hüblerstraße soll für Radfahrer in beiden Richtungen befahrbar sein.
Die Hüblerstraße soll für Radfahrer in beiden Richtungen befahrbar sein. © René Meinig

Um die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen, dürfen diese die Hüblerstraße bald bis zum Schillerplatz durchfahren. Damit wird nun offiziell erlaubt, was viele Radfahrer bisher illegal längst machen: Sie können die hochfrequentierte Einbahnstraße in entgegengesetzter Richtung befahren. Welche Auswirkungen das auf die Autofahrer hat, konnte die Stadtverwaltung vergangene Woche zunächst nicht sagen.

Nun ist klar: Auf dem betroffenen Abschnitt zwischen Schillerplatz und Berggartenstraße sollen fünf Parkplätze wegfallen. Diese würden am geplanten Schutzstreifen an der Kreuzung zur Berggartenstraße sowie an der Einfahrt in die Hüblerstraße vom Schillerplatz aus weichen.

Auf die Frage, wie sich ein Wegfall von Parkplätzen mit der oft kritisierten Parkplatznot rund um den Schillerplatz verträgt, geht die Verwaltung nicht ein. Der Geschäftsbereich von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) antwortet lediglich, dass die Maßnahme auf den fließenden Autoverkehr keinen Einfluss haben wird. Die künftigen Markierungen und Beschilderungen sind bereits geplant. Derzeit wartet das zuständige Straßen- und Tiefbauamt nur noch auf ein Steuergerät für die Ampel zur Berggartenstraße. Wenn dieses eintrifft, sollen die Arbeiten beginnen und vermutlich noch vor den Sommerferien beendet werden.

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Doch diese Veränderung soll nicht die einzige Maßnahme rund um den Schillerplatz bleiben. Dort und über das Blaue Wunder muss die Sicherheit für Radfahrer laut Schmidt-Lamontain ebenfalls erhöht werden, weshalb weitere Änderungen folgen sollen. „Allerdings ist der Schillerplatz aufgrund seiner Geometrie und Verkehrsbelegung sehr schwierig, so dass die Lösung nicht auf der Hand liegt“, sagt er. Wenn bei der Sanierung des Blauen Wunders eine Autospur gesperrt wird, sollen Verkehrsplaner diese Effekte analysieren. Danach werde entschieden, ob künftig ein Radweg über die Brücke geführt werden kann, so der Bürgermeister.