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Parkplatzbau lässt auf sich warten

Im Dezember erwarb die Gemeinde die Ruine am Teichwiesenbad. Noch fehlt das Geld für den Abriss.

© Thorsten Eckert

Von Marleen Hollenbach

In Ottendorfs Teichwiesenbad hat die Badesaison begonnen. Doch während an und in den Schwimmbecken Trubel herrscht, ist es auf dem benachbarten Areal ganz still. Hier steht das ehemalige Robotron-Ferienheim. Die Ruine verfällt zusehens. Jahrelang hatte sich das Gelände in Privatbesitz befunden. Doch der Gemeinde war das leer stehende Gebäude ein Dorn im Auge. Drei Jahre bemühte sich die Verwaltung darum, das Gelände käuflich zu erwerben. Im Dezember gelang dies schließlich. Vor allem Bürgermeister Michael Langwald (parteilos) hatte mit dem Areal am Teichwiesenbad große Pläne. Er wollte die Ruine dem Erdboden gleichmachen und hier einen Parkplatz für die Besucher des Ottendorfer Schwimmbades errichten. Den Abriss wollte der Bürgermeister mittels Fördergelder finanzieren. Denn weil im ehemaligen Ferienheim Asbest verbaut wurden ist, könnten die Kosten für den Abriss in die Höhe steigen. Die Gemeinde kann das Haus nicht einfach plattwalzen, sondern muss die Giftstoffe einzeln entsorgen.

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Eine ganz andere Nutzungsidee kam zuletzt aus den Reihen der Ottendorfer CDU. Als der geplante Anbau an den Waldkindergarten zur Diskussion stand, war es Gemeinderat Mirko Thomas, der das ehemalige Ferienlager an der Lomnitzer Straße ins Spiel brachte. „Man könnte das Gebäude doch sanieren und zur Kita umfunktionieren“, schlug er vor. Dieser Vorschlag fand allerdings kaum Zustimmung. Neue Krippenplätze werden jetzt am Waldkindergarten und nicht an der Lomnitzer Straße entstehen. Das ist leichter, geht schneller und ist billiger. Aber was wird dann aus dem ehemaligen Ferienlager? „Derzeit gibt es keine konkreten Pläne für die Errichtung von Parkplätzen und den Abriss von Gebäuden“, erklärt Bauamtsleiter Andreas Jäpel. Voraussetzung für die Nachnutzung des Areals am Teichwiesenbad sei ein schlüssiges Nutzungskonzept, das es bisher noch nicht gäbe. Fakt ist, ohne die Fördermittel kann die Gemeinde Ottendorf-Okrilla das Ferienlager nicht abreißen. Und auch nicht die Baukosten für den Parkplatz stemmen. Die Besucher des Bades würden sich zumindest über eine solche Investition freuen. Das Teichwiesenbad ist sehr beliebt. Im vergangenen Jahr kamen knapp 26 000 Gäste hierher. Und dieses Jahr sollen es noch einmal so viele werden.