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Görlitz saniert in Corona-Zeiten Spielplätze und Parks

Reparierte Geräte, neue Geländer und Info-Tafeln: Es tut sich derzeit einiges. Auch ein früherer OB hat Anteil daran.

Spielplatzbauer Björn Enders aus Görlitz hat bei der Mühle auf dem Stadtpark-Spielplatz sämtliche Fußböden, Innenwände und Konstruktionshölzer getauscht. Wegen der Corona-Krise ist der Spielplatz derzeit aber noch gesperrt.
Spielplatzbauer Björn Enders aus Görlitz hat bei der Mühle auf dem Stadtpark-Spielplatz sämtliche Fußböden, Innenwände und Konstruktionshölzer getauscht. Wegen der Corona-Krise ist der Spielplatz derzeit aber noch gesperrt. © Foto: Stadtverwaltung Görlitz

Die Mühle auf dem beliebten Stadtpark-Spielplatz hat ihre Verjüngungskur schon hinter sich. „Hier hat der Spielplatzbauer Björn Enders aus Görlitz sämtliche Fußböden, Innenwände und Konstruktionshölzer getauscht“, sagt Christian Freudrich vom Sachgebiet Stadtgrün im Görlitzer Rathaus. Ebenso seien Arbeiten am großen Stadtturm nötig. Diese dauern derzeit noch an. Der Spielplatz ist eine von zahlreichen Anlagen, bei denen die Stadtverwaltung Reparaturen begonnen hat. Das war zur Vorbereitung der Spielsaison geplant, unabhängig von Corona. Durch Corona geht es jetzt aber etwas reibungsloser: Die Spielplätze sind derzeit ohnehin gesperrt, sodass die Firmen freie Hand haben. Die SZ erklärt, was derzeit gemacht wird.

Spielplätze: Neuerungen an der Friedhofstraße und am Lutherplatz

Auf dem Spielplatz Friedhofstraße wurden Schaukelkombination und Sandkasteneinfriedung erneuert.
Auf dem Spielplatz Friedhofstraße wurden Schaukelkombination und Sandkasteneinfriedung erneuert. © Foto: Stadtverwaltung Görlitz

Nicht nur im Stadtpark ist etwas passiert. „Auf dem Spielplatz an der Friedhofstraße konnte die Firma Holzgestalten aus Ostritz die Arbeiten an der Schaukelkombination und der Sandkasteneinfriedung beenden“, sagt Freudrich. Im städtischen Depot gelagerte Drehwirbel wurden grundhaft aufgearbeitet. Sie finden demnächst an den Spielplätzen Seilzirkus Nordhöhe und auf dem Boulevard Königshufen ihren neuen Platz. Zudem sollen nach der Wiedereröffnung der Spielplätze diverse Materialkisten mit Sandspielzeug aufgefüllt werden. Für die Freizeitsportanlage in Ober-Neundorf wurden neue Bälle für Fuß-, Volley- und Basketball angeschafft. Für die Bobbycar-Strecke am Lutherplatz warten zwei nagelneue Fahrzeuge auf ihren Einsatz.

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Wilhelmsplatz: Rabattengeländer sollen Eckenlatscher aufhalten

Diese Rabattengeländer sollen die Anlagen auf dem Wilhelmsplatz schützen. Hunde dürfen nicht auf die Wiese.
Diese Rabattengeländer sollen die Anlagen auf dem Wilhelmsplatz schützen. Hunde dürfen nicht auf die Wiese. © Foto: Stadtverwaltung Görlitz

Auf dem Wilhelmsplatz hat die Metallbaufirma Dießner aus Vierkirchen neue Rabattengeländer fertiggestellt. Von den Vorgängern aus den 1960er Jahren waren nur noch wenige Reste da, die keine Funktion mehr hatten. „Der Ersatz war ein Teil des Maßnahmepakets für den Wilhelmsplatz aus dem Jahr 2018“, erklärt Freudrich. Damit wollte der damalige OB Siegfried Deinege Probleme entschärfen, die die Anwohner mitgeteilt hatten. Die Geländer sollen unter anderem dafür sorgen, dass Passanten nicht länger über die Rasenecken laufen, um abzukürzen. Zudem wurden vor Ostern die Lücken der Formhecke der großen Liegewiese durch Nachpflanzungen von Alpen-Johannisbeeren geschlossen. Auch dort stehen jetzt Geländer, damit niemand mehr durch die Hecke läuft. Allein die Geländer haben 28.000 Euro gekostet. „Ihre zeitgemäße Gestaltung ist mit dem Denkmalschutz abgestimmt“, erklärt Freudrich. Weitere, bereits umgesetzte Maßnahmen aus der Deinege-Zeit sind neue Fahrradständer und Schilder, die Hundebesitzer darauf hinweisen, dass Hunde nicht auf die Liegewiese dürfen.

Ölberggarten: Zwei Infotafeln erklären die Bedeutung der Anlage

So sehen die zwei neuen Infotafeln im Ölberggarten aus. Sie informieren über die Bedeutung der Anlage.
So sehen die zwei neuen Infotafeln im Ölberggarten aus. Sie informieren über die Bedeutung der Anlage. © Foto: Stadtverwaltung Görlitz

Seit Gründonnerstag stehen im Ölberggarten zwei neue Infotafeln, die auf die Bedeutung und die Geschichte der Anlage sowie die Biblische Geschichte hinweisen. Die Tafeln stehen an zwei Eingängen und sind identisch. „Eine dritte Tafel zum Thema Streuobstwiese kommt noch“, sagt Freudrich. Die alten Tafeln waren 15 Jahre alt, verwittert und zum Teil zerkratzt. Die Stadt hat aber auch den Text überarbeitet und zusätzlich ins Polnische übersetzt.

Loenscher Park: Sichtbeziehungen existieren dank Rodung wieder

Vorher waren einige Flächen im Loenschen Park mit jungen Bäumen zugewuchert, die sich selbst ausgesät hatten ...
Vorher waren einige Flächen im Loenschen Park mit jungen Bäumen zugewuchert, die sich selbst ausgesät hatten ... © Foto: Stadtverwaltung Görlitz
... doch jetzt herrscht wieder freie Sicht.
... doch jetzt herrscht wieder freie Sicht. © Foto: Stadtverwaltung Görlitz

„Im Loenschen Park konnten die historischen Sichtbeziehungen an einigen Stellen entlang der Hauptwege durch Fällung und Rodung von Gehölzen wiederhergestellt werden“, sagt Freudrich. Das sei wichtig, damit das Gartenkunstwerk nicht verloren geht. Die Wurzelstöcke wurden abgefräst, damit sie nicht wieder neu austreiben. Die Königshainer Garten- und Landschaftsbaufirma Schmidt sät jetzt an den betreffenden Stellen eine Wiesenmischung aus.

Birkenwäldchen: Kräuterreiche Wiesen als Lebensraum von Insekten

Die Gärtner des Städtischen Betriebshofes haben begonnen, Blühstreifen im Birkenwäldchen anzulegen. Hier sollen kräuterreiche Wiesen als Lebensraum von Insekten entstehen. Dafür müssen die alten Gräser umgebrochen, der Boden abgemagert und anschließend mit einer gebietsheimischen Kräutermischung eingesät werden. Bis zum ersten Langgrasschnitt soll ein Zaun die Blüteninseln schützen.

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