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Parkplatzsuche der neuen Art

Sensoren bestätigen nun, was der Autofahrer schon wusste: Der Pirnaer P+R-Platz ist fast immer voll. Doch es gibt Alternativen.

Kaum geparkt, schon im Internet: Sensoren auf Parkplätzen sollen das Suchen und Finden erleichtern.
Kaum geparkt, schon im Internet: Sensoren auf Parkplätzen sollen das Suchen und Finden erleichtern. © PROFESSIONAL PHOTOGRAPHY LARS NEU

Auf dem Parkplatz rumkurven und keinen freien Platz finden - immer wieder ein nerviges Spiel. Vor allem aber auf P+R-Plätzen, die ja dazu da sind, sein Auto stehen zu lassen und in Bus oder Bahn zu wechseln. Jetzt gibt es eine Möglichkeit, das Rumkurven zu vermeiden. 

Der Verkehrsverbund Oberelbe hat insgesamt 724 Parkplätze mit Sensoren ausstatten lassen. Dazu gehören auch die an den Bahnhöfen in Pirna, Heidenau, Dürrröhrsdorf sowie Freital-Deuben und Freital-Hainsberg. Die Erfahrungen der ersten Wochen: In Heidenau ist der Parkplatz im Schnitt nur zur Hälfte voll, in Pirna hingegen ist nach wie vor kaum ein freier Platz zu finden. Im Internet kann man sich jetzt in Echtzeit anschauen, wie aus jeweils konkret aussieht. Aber nützt das wirklich etwas? Wenn man schon vor Ort ist, sieht man das auch so. Wenn man sich dagegen bereits vor seiner Fahrt informiert, kann das bei der Ankunft schon wieder ganz anders sein. 

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Fast immer voll: der Pirnaer P+R-Platz. Daran ändern auch die Sensoren nichts.
Fast immer voll: der Pirnaer P+R-Platz. Daran ändern auch die Sensoren nichts. © Daniel Schäfer

Trotzdem sieht der Verkehrsverbund in den Sensoren eine Möglichkeit, das Parken besser zu organisieren. Ob insbesondere Berufspendler im Notfall einen anderen Parkplatz ansteuern, wird sich zeigen. Dabei spielen neben der Zeit auch die Zonengrenzen eine Rolle. Denn wer auf einem anderen als dem gewünschten Parkplatz zwar sein Auto abstellen kann, dafür aber ein teureres Bus- oder Bahnticket braucht, wird nicht begeistert sein.

Wann welche Plätze wie ausbauen?

Für den Verkehrsverbund hat das Sensoren-Prinzip noch einen weiteren Vorteil. Er erhält dadurch detaillierte Daten über die durchschnittlichen Parkdauer und Zeiten hoher Nachfrage. Daraus wollen die Planer ableiten, wo welche P+R-Anlagen wie auszubauen sind. 

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Sofortprogramms Saubere Luft gefördert. Die Kommunen haben die Installation der Sensoren unterstützt, sagt der Verkehrsverbund. Die Ausstattung der ersten elf Plätze kostete insgesamt rund etwa 188.000 Euro, von denen das Ministerium  92.000 Euro förderte. Ein Nürnberger Start-up-Unternehmen hat das System der batteriebetriebenen Sensoren entwickelt und die Parkplätze damit ausgestattet.

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