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Parksituation bleibt angespannt

Tausende Besucher werden zum ersten Bauernmarkt in dieser Saison erwartet. Bisher waren die Stellplätze sehr knapp.

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Von Antje Stork

Der Klosterbucher Bauernmarkt ist ein Besuchermagnet und zieht jährlich etwa 24 000 Gäste an. Mit dem traditionellen Marktgeschehen auf dem Klostergelände, das nach mehr als zehn Jahren zu einem Selbstläufer geworden ist, stößt die kleine Ortschaft allerdings auch an ihre Grenzen. Die Parkplatzsituation erweist sich jedes Mal als äußerst schwierig. Überfüllte Parkplätze und parkende Autos an der schmalen Straße im Ort, an denen Rettungsfahrzeuge kaum vorbeikommen, gehören zum Bild bei den Großveranstaltungen. Außerdem wird derzeit der große Parkplatz von Archäologen auf Funde untersucht. Die archäologischen Grabungen gehören zu den notwendigen Vorbereitungen, bevor ein neuer Ringdeich als Hochwasserschutz um den Ort gebaut wird.

Wer allerdings befürchtet, die Arbeiten der Archäologen auf dem großen Parkplatz könnten die ohnehin schon angespannte Parksituation zusätzlich verschärfen, der kann beruhigt sein. Die Untersuchungen des Bodens, die Anfang des Jahres begonnen hatten, sollen die vorhandenen Parkplatzkapazitäten nicht zusätzlich einschränken. Das teilte eine Sprecherin der Landestalsperrenverwaltung Sachsen (LTV) auf Anfrage des DA mit. Der Parkplatz des Klostervereins soll bis Anfang März wieder hergestellt werden, sodass dieser am 8. März beim ersten Bauernmarkt der Saison in gewohntem Umfang genutzt werden kann.

Shuttleverkehr eingestellt

„Die allgemeine Situation mit den Parkplätzen ist nicht zu ändern“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins Heiner Stephan. „Ein Großteil unserer Besucher kommt nicht aus der näheren Umgebung, sondern aus ganz Sachsen. Das zeigen die Chemnitzer, Leipziger und Zwickauer Nummernschilder an den Autos“, sagt er. Deshalb habe auch der Shuttle-Service, der vor einigen Jahren zwischen Leisnig und Klosterbuch angeboten wurde, die Situation nicht entschärfen können. „Die Besucher kommen entweder von außerhalb oder wollen sich nicht an feste Abfahrtszeiten binden“, so Stephan. Deshalb sei dieses Thema nach mehrmaligen Versuchen nun vom Tisch.

Gab es von den Anwohnern in Klosterbuch in der Vergangenheit noch Beschwerden, so habe man sich inzwischen damit arrangiert, dass einige Fahrer ihr Auto kreuz und quer abstellen, versichert der Vereinsvorsitzende. Dazu trägt auch das Ordnungsamt bei, das bei solchen Großveranstaltungen verstärkt kontrolliert und Parksünder in die Schranken weist.

Parkgebühr als Spende

Am anderen Ortsende in Richtung Leisnig hatten bislang die Betreiber des Fachwerkhofes, Familie Pohl, zusätzliche Parkplätze angeboten. Das soll nach Auskunft von Elsbeth Pohl-Roux auch in diesem Jahr so bleiben. „Wir nehmen einen Euro Parkgebühr pro Auto zugunsten unseres Vereins Be-greifen ein“, sagt sie. Allerdings soll das Gelände noch in diesem Jahr verkauft werden. „Wir gehen jedoch davon aus, dass wir in dieser Saison die Parkplätze trotzdem weiterhin zur Verfügung stellen können“, so Elsbeth Pohl-Roux.

Der Bau des Ringdeiches wird erst Ende des Jahres beginnen. Doch auch danach sollen Parkplätze zur Verfügung stehen. „Im Planfeststellungsverfahren ist festgehalten, dass das Kloster einen neuen Parkplatz bekommt, bevor die Baumaßnahmen beginnen und unser Gelände aufgelöst wird“, so die Betreiber des Fachwerkhofes in Klosterbuch. Ob mit dem Parkplatzneubau die Stellplätze für die zahlreichen Besucher ausreichend sein werden, wird sich zeigen. Bis dahin bleiben die knappen Parkplätze ein kritisches Thema während der Klosterbucher Großveranstaltungen. Autos können auf den als Parkplatz deklarierten umliegenden Feldern abgestellt werden. „Bei gutem Wetter haben wir die Situation im Griff“, so Heiner Stephan. Kritisch werde es bei schlechtem Wetter und Regen. Dann sind die Felder aufgeweicht und nur schwer befahrbar. „In diesem Fall stoßen wir tatsächlich an unser Limit“, ergänzt er.

Der erste Bauernmarkt der diesjährigen Saison beginnt am 8. März um 9 Uhr.