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Parkstraße ab heute wieder frei

Die Baustelle kostete ein Jahr lang Anwohner, Stadt und Kreis Nerven. Heute bekommen die Großsedlitzer deshalb Besuch.

© Norbert Millauer

Der Bus fährt vorsichtig die Parkstraße nach rechts in den Neubauernweg Richtung Pirna. Heiko Weigel steht gegenüber der engen Stelle. „Mal sehen, wie der Bus rum kommt“, sagt er. Der Bus fährt sehr langsam, lenkt ein, bekommt vor dem Verkehrsschild die Kurve. „Sieht gut aus“, sagt Weigel. Der für Bau zuständige Vize-Landrat schaute sich gestern früh die Parkstraße in Großsedlitz an. Heute, 11 Uhr, wird sie offiziell freigegeben. Busse und Autos fahren schon seit ein paar Tagen wieder.

Die Parkstraßen-Baustelle in Großsedlitz war für den Kreis eine von vielen, für die Stadt und die Anwohner eine besondere. Dass sie viel länger als geplant dauerte, sei nicht normal gewesen, aber auch nicht selten, sagt Weigel. Das viele Wasser vor einem Jahr führte dazu, dass ein Meter mehr Erde ausgehoben werden musste. Damit traf man auf die Gasleitung, die zusätzlich umverlegt werden musste. Dann die Winterpause, obwohl kein Winter war. Doch weil das vorher niemand wissen konnte, war da trotzdem Bauruhe. Es wäre zu teuer gewesen, die Firma bei Frost von einem Tag auf den anderen abziehen zu müssen, sagt Weigel. Anfragen dazu waren auch an die Stadt gestellt worden. Die ist aber nur für Beleuchtung und Fußweg zuständig.

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Die Straße sieht gut aus. Sie hat wieder eine ordentliche Oberfläche, einen Fußweg, eine neue Bushaltestelle, die Zufahrten sind einheitlich gepflastert. Eine Zufahrt ist zu steil. Das Auto sitzt auf. Der Anwohner hatte gestern früh Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU) abgefangen und ihn gebeten, da etwas zu machen. Bis 13. Juni soll die Zufahrt flacher werden.

Die Erreichbarkeit der Grundstücke war ein Problem. Der Kreis hatte sie versprochen, doch darunter etwas anderes verstanden als die Anwohner, die hofften, immer mit dem Auto ihre Häuser zu erreichen. „Da müssen wir künftig mehr reinen Wein einschenken“, sagt Weigel.

Die Markierungen folgen noch. Auch die auf der Straße vor der Schule, die auf die Kinder hinweisen soll. An den Neubauernweg kommt auf beide Seiten ein Verweis auf die Einengung. Die Stadt denkt noch über die Entschärfung der Ecke Am Hasensprung nach. Außerdem wird sie nach der Endabrechnung die Bescheide für die Straßenausbaubeiträge verschicken.

Weigel fährt heute wieder nach Großsedlitz. Er will bei den Anwohnern klingeln und sich für ihre Geduld bedanken. (SZ/sab)