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Parkverbot an der Turnhalle

In Gesundbrunnen gibt es jetzt noch weniger Pkw-Stellplätze – das ärgert die Anlieger.

Von Stefan Schramm

„Parken verboten! Unberechtigt abgestellte Fahrzeuge werden gebührenpflichtig abgeschleppt“, warnt ein Schild neben der Gesundbrunnenhalle. Zwei weiß-rot gestrichene Sperrbügel verhindern seit Kurzem die Zufahrt auf den kleinen, teils unbefestigten Parkplatz hinter der Sporthalle am Durchgang von der Otto-Nagel-Straße zur Oberschule Gesundbrunnen. „Darüber ärgern wir uns“, sagt Bettina Noack, die als Mitglied des MSV Bautzen mit ihren Kameradinnen wöchentlich in der Halle Sport treibt. Parken sei dort nun nicht mehr möglich, höchstens noch in der kurzen Zufahrt. Ansonsten müssen die Sportlerinnen im umliegenden Wohngebiet auf die Suche nach einem Pkw-Stellplatz gehen, wobei das entsprechende Angebot im Stadtteil Gesundbrunnen nach der Feierabendzeit bekanntermaßen nicht gerade üppig sei.

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Besagtes Grundstück gehört den Energie- und Wasserwerken Bautzen (EWB), die dort einen Zugang zu einer unterirdisch verlaufenden Fernwärmeleitung betreiben. „Ich kann die Verärgerung nachvollziehen“, sagt Sprecherin Kerstin Juras. Klar sei man erst mal sauer, wenn die gewohnte Parkmöglichkeit wegfällt. Doch die Absperrung sei notwendig geworden, um das Privatgrundstück zu sichern. Juras zufolge haben die EWB versucht, das Gelände an die Stadt Bautzen zu verkaufen. Die habe es jedoch nicht kaufen wollen. Folglich sei man der eigenen Sicherungspflicht nachgekommen. „Wir betreiben nun mal keine Parkplätze“, sagt Kerstin Juras.

SZ-Leserin Bettina Noack befürchtet zudem, dass Feuerwehr und Krankenwagen dadurch eine eingeschränkte Zufahrt zu der Halle haben, in der regelmäßig auch Kinder turnen. Kerstin Juras kann diese Bedenken zerstreuen: „Bei einem Treffen vor Ort haben wir extra abgestimmt, dass dies weiter möglich ist“, sagt sie. Den Turnhallennutzern rät Juras, in der Umgebung nach Parkplätzen Ausschau zu halten.