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Partner für Drachengolf-Meisterschaft gesucht

Peter und Rosemarie Feller haben in Krauschwitz einen Erlebnispark. Der ist für jedermann offen, braucht aber Hilfe.

Der Drache speit normalerweise Wasser. Momentan ist es zu trocken dafür. Und er ist Markenzeichen für die 18-Loch-Drachengolf-Bahn im Park.
Der Drache speit normalerweise Wasser. Momentan ist es zu trocken dafür. Und er ist Markenzeichen für die 18-Loch-Drachengolf-Bahn im Park. © Sabine Larbig

Krauschwitz. In Wirklichkeit stehen Fuchsienbrücke und Pückler-Schloss von Bad Muskau, die Branitzer Pückler-Pyramide und die Rakotzbrücke von Kromlau natürlich nicht direkt nebeneinander. Doch die Realität ist für Peter Feller (77 Jahre) kein Gestaltungsanspruch, höchstens Inspiration. Denn da, wo bis in die Mitte der 1980er Jahre noch Ton aus bis zu 15 Meter tiefen Gruben gefördert und auf Schienen mit Loren zu Lkw transportiert wurde, die den Ton in Steinzeug-und Schamottfabriken der Region zur Verarbeitung brachten, schuf er mit eigenen Händen, Kreativität und Ideenreichtum einen Garten- und Erlebnispark, der einmalig in der Region ist.

Seit nunmehr 1996 gestaltet der Krauschwitzer das Gelände der einstigen Tongrube Lehmann um. Wer den öffentlich zugänglichen Gartenpark besucht, trifft auf Eiszeit und Weinbau, Miniaturarchitektur und Sammelleidenschaft, Riesenschneemann und Drachen. Selbst Golf spielen, in einen Turm auf dem Weinberg klettern. Galgen-Kegeln, Büchsenwerfen und Spaziergänge mit Alpakas sind auf dem zwei Hektar großen Areal möglich. Im Winter kommen Rodeln am Berg und Schlittschuh fahren auf einem Teich als Attraktionen hinzu.

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In dem in Eigeninitiative geschaffene und betriebene Park, der nur von Spenden lebt, begrüßen Peter Feller und seine Frau Rosemarie (78 Jahre) inzwischen jährlich etwa 1.000 Besucher aus nah und fern. Die Begeisterung eines Besuchers aus Berlin sorgte sogar dafür, dass Peter und Rosemarie Feller vor drei Jahren völlig unerwartet eine Einladung zum Bürgerfest des Bundespräsidenten erhielten, der damit ehrenamtlich Engagierte aus ganz Deutschland ehrt. „Das war ein ganz tolles Erlebnis und hat uns motiviert, weiter zu machen“, bekennt Peter Feller. Und so ist er mit Ehefrau Rosemarie weiter jeden Tag im Garten.

Peter und Rosemarie Feller vor den neuesten Bauwerken in ihrem Gartenpark, der zwei Hektar groß ist und täglich kostenfrei geöffnet hat.
Peter und Rosemarie Feller vor den neuesten Bauwerken in ihrem Gartenpark, der zwei Hektar groß ist und täglich kostenfrei geöffnet hat. © Sabine Larbig

Während er von früh bis späte im Gartenpark baut und werkelt, neue Ideen – wie das Pücklersche Miniaturenreich oder einen 6,66 Meter hohen Schneemann aus Steinen – umsetzt, führt Rosemarie den Haushalt. Außerdem kümmert sie sich um die Anmeldung und Bewirtung von Gästen, die in Familie oder Gruppen den Park besichtigen, Drachen-Golf oder Galgen-Kegeln spielen und Feste in der Drachenhöhle feiern. Auch die Pflege der Tiere, zu denen drei Alpakas, Hühner, Kaninchen und Vögel zählen, ist Aufgabe von Rosemarie. „Wir merken inzwischen beide, dass wir nicht mehr die Jüngsten sind und hoffen, dass unser Sohn einmal den Park fortführt“, sagt sie. Doch dafür müsste er erst einmal den passenden Job in der Heimat finden. Noch sei dies nicht der Fall. Außerdem denkt das Ehepaar aktuell nicht ans Aufhören.

Den Kopf noch voller Ideen

„Mein Mann hat ja so viele Ideen, die er gerne noch verwirklichen will. Aber er möchte ja auch 103 Jahre alt werden, hat also noch genügend Zeit“, scherzt Rosemarie, während ihr Mann damit beschäftigt ist, eine Holzplatte auf einem Tisch in der Drachenhöhle mit unterschiedlichen Kronkorken zu verzieren. „Das sieht witzig aus und sorgt dafür, dass die Platte fest bleibt“, begründet Peter Feller, der damit auch seine neue Leidenschaft, das Kronkorken sammeln, legitimiert. „Und hier, wo schon die vielen Kaffeepötte und Kännchen zur Dekoration hängen, könnte ich ebenfalls noch einige mehr gebrauchen. Wer sowas hat, braucht es nur vorbeibringen.“

Meisterschaft-Macher gesucht

Was Peter Feller derzeit jedoch besonders beschäftigt und auf dem Herzen liegt, ist eine ganz andere Sache. „Wir suchen einen Partner, der die Drachengolf-Meisterschaft fortführt, damit der Gaudi nicht einschläft. Denn für uns zwei ist der Aufwand inzwischen viel zu groß“, begründet der Krauschwitzer. Vor acht Jahren, nachdem er eine 13-Loch-Bauerngolf-Anlage im Park angelegt hatte, wurde die Meisterschaft erstmals durchgeführt. Inzwischen hat der Parcour 18 Löcher, führt über das gesamte Gelände mit Teichen, Weinberg, Berg und Tal, Damit im Gartenpark nicht auch noch die Golf-Meisterschaft wegfällt, hoffen Fellers auf neue Partner oder Träger und Organisatoren der traditionellen Gaudi-Veranstaltung. Ob Vereine, Schule, Interessengemeinschaft, Gemeinde, Firmen – das Senioren-Ehepaar ist für jede Unterstützung und ebenfalls für neue Ideen und Veranstaltungen im Gartenpark offen. „Allerdings muss sich um die Umsetzung und Durchführung jemand anderes als wir kümmern“, bekennt Peter Feller.

Kontakt: Fellers Gartenpark, Alte Schlossstraße 30 in 02957 Krauschwitz

Telefon: 035771 / 60267

https://eiszeitdorf.de/eiszeitdorf/fellers-gartenpark/

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