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Pas de deux zu Pferd

Beim Reitturnier auf dem Obercarsdorfer Pferdehof Göbel war für jeden etwas dabei In Obercarsdorf ging es am Wochenende trotz Hitze sehr sportlich zu. Schwimmen und Laufen, Dressur- und Springreiten,...

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Von Alexandra Frank

Beim Reitturnier auf dem Obercarsdorfer Pferdehof Göbel war für jeden etwas dabei

In Obercarsdorf ging es am Wochenende trotz Hitze sehr sportlich zu. Schwimmen und Laufen, Dressur- und Springreiten, Volleyballspiel und ein "Pas de deux" zu Pferd standen ab Sonnabend früh beim Reit- und Fahrverein Obercarsdorf und Umgebung auf dem Programm. Der seit zwei Jahren existierende Reitverein bildet seine Mitglieder nicht nur im Dressur- und Springreiten aus, sondern auch im Vierkampf. Einmal in der Woche wird daher geschwommen und gelaufen. Dementsprechend fand ein all diese Sportarten umfassender Vierkampf auch im Rahmen des Turniers am Wochenende statt. Es bildete den Auftakt für die Kreis-, Kinder- und Jugendspiele am Montag. Die zwölf Teilnehmer hatten es natürlich schon recht schwer, bei diesen Temperaturen drei Kilometer durch das Gelände zu laufen", berichtete Hofbesitzer Olaf Göbel, "aber immerhin hat der erste die Strecke in 12,5 Minuten zurückgelegt." Wie schnell sich das Blatt wenden kann, erlebte der 14-jährige Oliver Henker, Sohn des Vereinsvorsitzenden. Als Etappensieger des ersten Tages, an dem er im Laufen und Zeitschwimmen als Sieger hervorging, wurde er am Sonntag von anderen Teilnehmern in der Gesamtpunktzahl überholt. Den Sieg trug Susan Göbel davon, die sich am Sonntag gleich noch mal im A-Springen profilierte. Das A-Springen beziehungsweise die A-Dressur stellt im Reitsport den zweiten Schwierigkeitsgrad im Turnier dar. Insgesamt gibt es fünf Stufen: E, A, L, M und S, wobei S der Profiklasse zuzuordnen ist. Den ersten Platz in der A-Dressur holte sich am Sonntag Vormittag die 19-jährige Jana Müller. Sie steckte am Wochenende zwei Siege ein, war sie doch schon am Vortag zusammen mit ihrer Freundin Tina Wiesner vom Publikum als bestes Paar beim "Pas de deux" gewählt worden. Bei dieser Veranstaltung ging es um ein harmonisches Paarreiten. Fünf Paare zeigten nacheinander ihr Können, indem sie teils synchron, teils spiegelverkehrt in den drei Gangarten Schritt, Trab und Galopp eine Performance darboten.

Außer der sportlichen Leistung bewiesen die zehn Teilnehmerinnen auch Kreativität in der Auswahl ihrer Kostüme. Elisabeth Gläser und Romy Schmieder ritten als Clowns auf den Platz, Susan Göbel und Jeannine Wagner als Phantom der Oper, Carmen Göbel und Wiebke Mögel als Boxer und Ellen Anding und Juliane Wolf als Don Quijote und Sancho Pansa. Das Siegerpaar, das als "Anton aus Tirol" zum gleichnamigen Lied auftrat, hatte sich zusätzlich zum Reiten noch eine Extraeinlage ausgedacht. Schnell schwangen sie sich aus dem Sattel der beiden Pferde Wolke und Laura und legten einen Schuhplattler aufs Parkett oder besser gesagt auf den Sand des Reitplatzes.

Modenschau in den Landesfarben

Ebenfalls etwas fürs Auge bot eine Modenschau des Dippser Modegeschäfts Wachholz. Ein Team von zwölf Damen im Alter von 15 bis 38 führte den Besuchern die Mode des Sommers vor, darunter auch eine Kollektion in den sächsischen Landesfarben grün und weiß. Susanne Skibba und Veronika Wachholz, die das Damenoberbekleidungsgeschäft vor drei Jahren von ihrer Mutter Barbara Wachholz übernommen haben, treten mit ihrer Truppe auch regelmäßig beim Stadtfest und Weihnachtsmarkt in Dippoldiswalde auf. "Wir wurden vom Verein angesprochen, im Rahmen dieses Reitfestes aufzutreten und da uns das nicht nur Spaß macht, sondern auch positive Resonanz seitens der Zuschauer erfolgt, sind wir gerne gekommen", sagt Susanne Skibba.
Olaf Göbel freute sich, mit dem bunten Programm ein breites Publikum anzusprechen. "Wichtig bei der Organisation von Turnieren und auch so bei der alltäglichen Arbeit ist die enge Kooperation zwischen Hof und Verein," erklärt er. Nachdem der Reitbetrieb drei Jahre lief, entschlossen sich einige der heutigen Vereinsmitglieder vor zwei Jahren, sich aktiv zusammen zu tun. "Früher sind wir für Seifersdorf gestartet", erzählt Olaf Göbel, "aber dann haben wir gedacht, das können wir auch selber. Gleich im ersten Jahr sahen sich die Obercarsdorfer bestätigt, als sie bei den Kreis-, Kinder- und Jugendspielen den Wanderpokal holten.