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Vom Pastamobil zum Partymobil

Durch Corona lief auch bei Partymacher Thomas Dombovari aus Sebnitz nichts mehr. Er hat aber aufgerüstet. Sein Weg durch die Krise.

Thomas Dombovari schwingt in seinem Food-Truck die Kelle..
Thomas Dombovari schwingt in seinem Food-Truck die Kelle.. © Daniel Schäfer

Thomas Dombovari ist in seiner Heimatstadt Sebnitz bekannt. Mit seinem bunten Pasta-Mobil ist er viel unterwegs und verkauft zum Beispiel immer freitags auf dem Sebnitzer Wochenmarkt frische Pasta. Daneben war er auch auf Partys, Kinderfesten, Familienfeiern mit seinem Food-Truck stationiert. "Es ist der einzige, den es dieser Art gibt und ich bin stolz darauf", sagt er. Essen ist für ihn nicht nur Nahrungsaufnahme. Denn Essen würden ja viele anbieten. Ihn gibt es dann praktisch als DJ mit dazu. Er will die Feier oder die Party für seine Kunden zum Event gestalten. Deshalb hatte er sich eben mit dem Komplettpaket auch sein spezielles Konzept überlegt.

Doch mit Corona war auch beim ihm plötzlich Schluss. Kein Markt, keine Party. Sein Pasta-Mobil stand still wie so vieles. Eine ungewohnt ruhige Zeit begann für ihn, der eigentlich gern Leute um sich hat und gute Laune verbreitet und das durch alle Generationen. "Das war für mich eine vollkommen neue Situation. Aber irgendwie muss es ja weitergehen", habe ich mir gesagt. Dazu kommt, dass er genau vor dem Lockdown seine Musik-Anlage samt Laser-Show teuer um- und aufgerüstet hatte. Und dann das. Thomas Dombovari wäre nicht er, wenn ihm nicht tatsächlich wieder etwas Neues eingefallen wäre. Auf Bestellung rüstet er sein Pasta-Mobil zum Party-Mobil um, bietet dann neben Nudeln auch noch die Musik und eine Lasershow mit an. Jeder Krise kann man auch etwas Gutes abgewinnen. Er weiß das, praktisch ein Stehaufmännchen mit immer wieder neuen Einfällen. Seine Lebensgeschichte zeigt das.

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Mehrere Jahre hatte er "Dombos Bar" an zwei verschiedenen Standorten betrieben, erst an die zehn Jahre in der Langen Straße. Dort schloss er 2008 die Türen zu, weil der Pachtvertrag ausgelaufen war. Dann versuchte er es in der Sebnitzer Passage am Markt. Beide Projekte standen zuletzt unter keinem guten Stern. Es war noch eine Zeit, als die Jugend von Sebnitz ziemlich früh in die Ferne zog, um überhaupt Arbeit zu finden. Das bisherige Publikum hatte inzwischen Familie und keine Zeit mehr für Partys. Die privaten Partys zu Hause waren mehr angesagt.

Die Gäste wurden weniger, die Kosten blieben. Er zog den Schlussstrich, orientierte sich neu, arbeitete unter anderem als Koch. Die Selbstständigkeit reizte ihn dann wohl doch mehr. Also wieder eine neue Idee. Ein Pasta-Mobil. Vor den Augen der Kunden wird die Pasta mit verschiedenen Soßen frisch zubereitet. "So etwas gibt es kein zweites Mal. Und meine Kunden sind zufrieden", sagt er. Seit Mai 2015 ist er mit seinem Pasta-Mobil auf Tour. Zwischendurch abends und an den Wochenenden immer mal wieder eine Mugge. Bis März 2020.

Anstatt zu jammern und zu lamentieren investiert Thomas Dombovari lieber. In einer Zeit, in der keiner so richtig wusste, wie lange der Lockdown bestehen bleibt. "Es musste ja irgendwie weitergehen. Vor allem macht es mir ja auch Spaß die Leute zu unterhalten, sie glücklich zu sehen", sagt er. Und das in der Kombination von leckerer Pasta und er als DJ. Jetzt, nachdem alles wieder etwas gelockert wurde, kann auch er aufatmen. Er kann wieder Pasta verkaufen und wird auch für Events gebucht. Noch etwas zögerlich. "Die Leute sind alle noch etwas vorsichtig. Aber immerhin kommen ja die Anfragen wieder", sagt er.

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