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Radebeul

Patient aus Italien in Coswig angekommen

Am Abend ist ein Patient aus Bergamo ins Fachkrankenhaus Coswig verlegt worden.

Am frühen Abend ist ein Corona-Patient in Coswig angekommen. Er liegt auf der Intensivstation des Fachkrankenhauses.
Am frühen Abend ist ein Corona-Patient in Coswig angekommen. Er liegt auf der Intensivstation des Fachkrankenhauses. © Fachkrankenhaus Coswig

Nachdem am Donnerstagnachmittag eine italienische Militärmaschine mit zwei schwerkranken Corona-Patienten auf dem Flughafen in Dresden gelandet ist, wurde ein Patient ins Fachkrankenhaus Coswig gebracht. Er liegt dort auf der Intensivstation, wie das Krankenhaus mitteilt. Es handle sich um einen männlichen Patienten. Sein Gesundheitszustand ist nach Aussage der Ärzte ernst. Das Coronavirus beeinträchtige seine Atmung so stark, dass er derzeit künstlich beatmet werden muss. Vermutlich im Laufe des Freitags soll ein weiterer Patient aufgenommen werden. 

Das Fachkrankenhaus habe sich auf die Corona-Pandemie entsprechend vorbereitet und Kapazitäten geschaffen. Die Unterbringung der Patienten mit Covid-19, die eine Intensivbehandlung benötigen, erfolge auf der interdisziplinären Intensivstation in Zusammenarbeit mit dem pneumologischen Team. Die Patienten mit Covid-19, die nicht intensivpflichtig sind, werden auf der Isolierstation aufgenommen. "Wir halten derzeit Betten auf der Intensivstation und den Isolierbereichen der anderen Stationen vor", so eine Krankenhaus-Sprecherin. Zudem stehe man im ständigen Kontakt mit der „Zentralen Krankenhausleitstelle Corona Dresden/Ostsachsen“ unter der Führung der Universitätsklinik Dresden. Durch die Kooperation mit der Uniklinik als Ostdeutsches Lungenzentrum und die gemeinsame langjährige Expertise im Bereich der Lungenerkrankungen sei das Personal entsprechend geschult.

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Nach einer Anfrage der Sächsischen Staatskanzlei habe man sich als spezialisiertes Fachkrankenhaus bereiterklärt, Patienten aus Italien zu behandeln. Sachsen will acht schwerkranke Covid-19-Patienten aus Bergamo, das besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen ist, aufnehmen.

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Gesundheitsministerin Petra Köpping erklärte: „Es ist für uns selbstverständlich, dass wir in einer solch bedrohlichen Situation helfen und Patienten aus Italien aufnehmen. Die Situation dort ist dramatisch. Unsere Krankenhäuser und Kliniken haben dafür  die Kapazitäten und die medizinische Expertise."