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Pavillons der Expo leerer als geplant

Hannover. Nach dem Bilderbuchstart hat das Interesse an der Expo 2000 am Wochenende merklich nachgelassen: Seit dem Start am 1. Juni lockte die Weltausstellung in Hannover nach ersten Schätzungen um die 350 000 Neugierige an.

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Hannover. Nach dem Bilderbuchstart hat das Interesse an der Expo 2000 am Wochenende merklich nachgelassen: Seit dem Start am 1. Juni lockte die Weltausstellung in Hannover nach ersten Schätzungen um die 350 000 Neugierige an. Damit liegen die Besucherzahlen deutlich unter Plan. Computerprobleme und gefälschte Gutscheine sorgten zudem für Ärger.
Der Besucherstrom muss noch kräftig zulegen, wenn die bis Ende Oktober erhofften 40 Millionen Menschen die Weltausstellung gesehen haben sollen. Rund 160 000 Besucher am Eröffnungstag, etwa 70 000 am zweiten und 70 000 bis 100 000 Besucher am dritten Tag hat die Expo-Gesellschaft bisher gezählt. Gestern dürften wiederum um die 70 000 Menschen gekommen sein. Wenn aber die 40-Millionen-Marke erreicht werden soll, müssten im Tagesdurchschnitt 260 000 Besucher kommen. Für den Juni kalkuliert die Expo-Gesellschaft derzeit mit durchschnittlich 150 000 Besuchern pro Tag.
Massive Probleme bereitete den Veranstaltern das Computersystem für den Kartenvorverkauf. Es brach am Samstagmorgen fast gänzlich zusammen. Daraufhin verkauften auch die Tageskassen Karten zum Vorverkaufspreis von 69 Mark und verzichteten auf 20 Mark Zuschlag. Der telefonische Verkauf über die Rufnummer 0-2000 funktionierte.
Gefälschte Gutscheine für angeblich stark verbilligte Tickets wurden am Sonnabend in der Innenstadt von Hannover verteilt. Der Aufdruck nannte Coca-Cola als Herausgeber. Einige fielen darauf herein. Die Polizei ermittelt.
Entgegen der Planung verließen gestern einige Dauergäste die Expo: Die Vereinigten Arabischen Emirate zogen sechs Kamele ab, weil Besucher die Tiere zu sehr bedrängten. Die Sprecherin des Pavillons sagte, die Kamele kämen wieder, wenn ein Stall fertig sei. (AP/dpa)