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Personalausgaben steigen weiter

Mehr als sieben Prozent höhere Ausgaben für die Mitarbeiter hat Kämmerin Andrea Graupner im Doppelhaushalt planen müssen.

Um die 500 000 Euro will Leisnig in diesem und im nächsten Haushaltjahr Schulden tilgen und Zinsen zurückzahlen.
Um die 500 000 Euro will Leisnig in diesem und im nächsten Haushaltjahr Schulden tilgen und Zinsen zurückzahlen. ©  dpa / Symbolbild

Leisnig. Der Etat 2019/2020 ist beschlossene Sache. Rund 14 Millionen Euro will die Stadt Leisnig in jedem der beiden Jahre als Einnahmen erzielen. Davon kommt der größte Teil über Steuern in die Stadtkasse: jeweils rund 6,5 Millionen Euro. Um die 5,5 Millionen Euro machen in beiden Jahren die Zuwendungen aus, die es zum Beispiel für Investitionen gibt.

Ein großer Teil der Ausgaben ist fürs Personal vorzuhalten. Und das sind nicht nur die Angestellten in der Verwaltung selbst, sondern auch Mitarbeiter in Kindereinrichtungen, auf dem Bauhof oder in Schulen (Sekretärin, Hausmeister). Die Aufwendungen für alle betragen in diesem Jahr 4,5 Millionen und 2020 schon 4,7 Millionen Euro, wie die Kämmerin den Räten vorrechnete.

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Andrea Graupner sprach von 7,34 Prozent, um die sich die Personalkosten in den nächsten beiden Jahren erhöhen. Bemerkbar machten sich da der Angleich von Wochenarbeitsstunden von Mitarbeitern, die von der Gemeinde Bockelwitz zur Verwaltung beziehungsweise zum Bauhofteam gewechselt sind.

 „Zum anderen sind erhebliche Mehraufwendungen in den Kitas zu erwarten und im Doppelhaushalt berücksichtigt“, so die Kämmerin. Letztlich schlage auch die Tariferhöhung für Beamte in Höhe von 7.14 Prozent in der Gesamtrechnung zu Buche.

Trotz höherer Ausgaben fürs Personal wachse die Zahl der Mitarbeiter nicht, obwohl es mit dem neuen Ausbildungsjahr auch wieder einen Lehrling in der Stadtverwaltung geben wird. Wie Andrea Graupner sagte, halte sich die Kommune ans Personalentwicklungskonzept. 

Das basiere auf entsprechenden Forderungen, die allein die Einwohnerzahl als Grundlage haben. „Die Fläche einer Kommune spielt da genau wie neue Aufgabenfelder, die im Laufe der Jahre hinzugekommen sind, keine Rolle“, sagte die Kämmerin. Sie hält Anpassung für nötig, schnellstmöglich.

Um die 500 000 Euro will Leisnig in diesem und im nächsten Haushaltjahr Schulden tilgen und Zinsen zurückzahlen. Damit sinkt die Pro-Kopf-Verschuldung auf 512 Euro je Leisniger. Der Sachsendurchschnitt liegt bei 683 Euro pro Kopf. Die Aufnahme eines neuen Kredites ist aktuell nicht vorgesehen.

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