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Perspektiven für Langzeitarbeitslose

Die Bürgerarbeit ist Geschichte. Pib heißt das neue Programm, mit dem 140 Mittelsachsen geholfen werden soll.

Von Maria Lotze

Perspektiven in Betrieben (Pib) – so lautet der Titel des neuen Programmes, mit dem der Bund zukünftig Langzeitarbeitslosen helfen will. Nachdem das Projekt Bürgerarbeit Ende 2014 ausgelaufen ist, soll es mit Pib eine neue Chance geben. Das Jobcenter Mittelsachsen beantragt eine Unterstützung für 140 Stellen. In der kommenden Woche geht das Schreiben an das Bundesverwaltungsamt raus. „Ziel des Projektes ist es, Langzeitarbeitslose dabei zu unterstützen, ihre Beschäftigungschancen zu verbessern und damit einen Beitrag zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit in Mittelsachsen zu leisten“, schildert Annett Voigtländer, Sprecherin des Jobcenters Mittelsachsen.

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An dem Projekt beteiligen können sich Bürger, die seit mindestens zwei Jahren ohne Unterbrechung arbeitslos und 35 Jahre und älter sind. Sie verfügen über keinen oder keinen verwertbaren Berufsabschluss und können voraussichtlich nicht auf anderem Weg auf dem Arbeitsmarkt etabliert werden. Wer denkt, dass er mit dem Programm den Sprung zurück ins Berufsleben schafft, sollte sich beim Jobcenter melden. Das muss allerdings noch auf die Bewilligung durch das Bundesverwaltungsamt warten.

Das Auslaufen der Bürgerarbeit war für einige Einrichtungen und Vereine der Region eine Herausforderung. Im gesamten Landkreis gab es rund 400 Einsatzstellen, die von rund 500 Teilnehmern besetzt gewesen sind. Manche Plätze wurden aufgrund von Wechseln bei den Teilnehmern mehrfach besetzt. Begonnen hatte das Programm im Juli 2010, unmittelbar fortgeführt wird es nicht. Ob Perspektiven in Betrieben ein würdiger und geeigneter Nachfolger der vor allem bei kommunalen Arbeitgebern so beliebten Bürgerarbeit sein kann, bleibe abzuwarten, so Mittelsachsens Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann (CDU). Das Geld dafür kommt zum einen vom Bund, zum anderen aus dem Europäischen Sozialfonds. Die Bewerbungsfrist ist bis zum 31. Januar 2015 verlängert worden.

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