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Pessimismus vergiftet

Statt unser Scheitern zu beklagen, sollten wir lieber nach Auswegen suchen.

Von Gerald Brause

Ich habe doch immer nur Pech.“ „Das bleibt nun jetzt so bis ans Ende meiner Tage.“ Solche Sätze gehören weggeschlossen in unsere inneren Giftschränke. Ganz weit weg! Sobald sie nämlich die Möglichkeit bekommen, sich zu verbreiten und festzusetzen, zersetzen und vergiften sie unsere Lebenskraft. Wir werden ihr elendes Werk kennen. Bei uns selbst oder bei Menschen in unserem Umfeld.

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Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ein Kranker auf Besserung hofft oder nicht, ob in einer Beziehungskrise die Chance offenbleibt, wieder aufeinander zuzugehen, oder nicht, ob ein Mensch sich eingerichtet hat in einer Opferrolle oder ob er kämpft, ob jemand sich abfindet mit Schlechtem oder Besseres will.

Ist das nicht sonderbar, wie oft und mit wie wenig Widerstand wir uns festlegen (lassen) im Negativen? Ja gewiss, negative Dinge passieren und werden auch weiterhin passieren. Das heißt aber doch noch lange nicht, ihnen die Prägekraft für unser Leben zu überlassen! Wie viel ist gewonnen, wenn wir eine Wende zum Guten oder ein Wachsen von Kostbarem mitten in ernsten Lebensphasen für möglich halten und erhoffen.

Bald ist Ostern, das Fest der Auferstehung von Jesus Christus aus Tod und Grab. Davor war Karfreitag, der Höhepunkt der Schlacht gegen die Sünde, gegen das Böse, Schlechte, Teuflische, in das sich die Menschen ausweglos verstrickt hatten. Am Kreuz bezahlte Jesus mit seinem Leben die Schuld ab, unter der wir Menschen letztlich nur zusammenbrechen können. Seitdem gibt es einen Ausweg aus allen Negativ-Sackgassen, ein Mittel gegen Resignation und Erwartungslosigkeit.

Wie sehr brauchen wir das! In den verbleibenden zwei Wochen Fastenzeit können wir das neu oder mal wieder durchbuchstabieren und dann zu Ostern aus tiefstem Herzen feiern. Jesus hat damals in den Tagen vor dem ersten Karfreitag und Ostern seinen Freunden versprochen: „Eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden“. Seitdem hören Menschen immer wieder diese Botschaft Gottes. Jetzt gerade auch wir. Wir haben damit einen der schönsten Sätze der Welt. Der gehört in unser inneres Schatzkästchen, aber nicht weggeschlossen, sondern jeden Tag griffbereit zur Verwendung. Es liegt Ermutigung und Hoffnung darin. Wir können damit wieder aufstehen, wenn wir gefallen sind. Wir haben ein Licht für die dunklen Stunden und einen Wegweiser durch Scherben und Durcheinander. Wie gut!