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Harthas Oberschule bald modern wie nie

Für mehr als vier Millionen Euro wird die Pestalozzi-Schule saniert. Brandschutz und Hortneubau sind fertig. Nun geht es um die Innenräume.

Die Pestalozzi-Schule in Hartha ist seit dem Herbst 2018 im Bau. Nun beginnt der dritte Bauabschnitt. Unter anderem im Keller.
Die Pestalozzi-Schule in Hartha ist seit dem Herbst 2018 im Bau. Nun beginnt der dritte Bauabschnitt. Unter anderem im Keller. © Dietmar Thomas

Der neue Hortanbau ist fertig und die ersten Schüler konnten ihn auch vor der Corona-Pandemie bereits erleben. Doch das heißt nicht, dass die Arbeiten an der Pestalozzi-Grund- und Oberschule abgeschlossen sind, denn geplant ist, in dem Objekt noch viel mehr zu modernisieren.

Derzeit laufen die Bauarbeiten in dem Haus an der Pestalozzistraße weiter nach Plan. Wie Bauamtsleiter Ronald Fischer mitteilt, sei die derzeitige Corona-Lage mit den verbundenen Schulschließungen zumindest für die Bauarbeiten ein Vorteil. „Die Firmen können nun ganztägig ihre Arbeiten durchführen, ohne auf Krach im normalen Schulbetrieb zu achten“, sagt Fischer.

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Geplant ist das Bauvorhaben in drei Abschnitten. Zunächst wurde das Gebäude mit Bestandsschutz umfangreich brandschutztechnisch ertüchtigt und außerdem der Hort um 120 Plätze durch einen Neubau vergrößert. „Die ersten beiden Abschnitte sind im September 2018 begonnen und nun soweit fertiggestellt worden“, erklärt der Bauamtsleiter. Nun sollen alle Klassenräume, Lehrer- und Vorbereitungszimmer sowie das Sekretariat saniert werden. „Also eigentlich fast alles, außer die Gänge“, sagt er.

So sieht der neue Hortanbau in der Pestalozzi-Schule in Hartha aus.
So sieht der neue Hortanbau in der Pestalozzi-Schule in Hartha aus. © Archiv/Lutz Weidler
© Archiv/Lutz Weidler
© Archiv/Lutz Weidler
© Archiv/Lutz Weidler
© Archiv/Lutz Weidler
© Archiv/Lutz Weidler

Da die Bauarbeiten sehr umfangreich und laut sind, hätten die Firmen sich während der normalen Schulzeit mit der Schule abstimmen müssen. Doch nun könnte darauf verzichtet und parallel in mehreren Zimmern gearbeitet werden. So sind im dritten Bauabschnitt die Innenräume mit Schall-, Wärme- sowie Sonnenschutz aufzurüsten und malerisch unter Beachtung des Denkmalschutzes zu gestalten.

Weiter ist im Mittelteil des zweiten Dachgeschosses vorgesehen, einen Werkraum mit 16 Schülerarbeitsplätzen und einem Maschinenbereich einzurichten. „Für den barrierefreien Zugang wird in der Schule für die Zukunft zudem ein Aufzug benötigt“, erklärt Ronald Fischer. Deshalb wird auf der Ostseite des Südflügels in der Gebäudeecke ein Fahrstuhl in „geschlossener, schlichter Gestaltung“ installiert.

Nicht zuletzt werde die Verwaltung im Zuge der Bauarbeiten auch die elektrischen Anlagen modernisieren lassen. Dazu zählen die Beleuchtung, das Datennetzwerk und der Einbau eines Amok-Warnsystems, welches vor einem möglichen Amoklauf Schüler und Lehrer warnen soll, aber auch die örtliche Polizei sofort kontaktiert. „Das wird alles sehr modern und neu“, so Ronald Fischer.

Bauarbeiten auch abends und am Feiertag

Auch der dritte Bauabschnitt soll pünktlich fertiggestellt werden: im November 2020. Damit das auch so klappt, hatte unter anderem Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) im Stadtrat darum geworben, während der Krise selbst Entscheidungen treffen und Bauleistungen vergeben zu können. Dies wurde ihm mit Einschränkungen gewährt. Auch die Firmen setzen zum Teil auf Nachtschichten.

Wie Leser berichteten, sollen auch spätabends und an den Osterfeiertage Bauarbeiten zu sehen gewesen sein. Das kann Bauamtsleiter Ronald Fischer bestätigen: „Am Karfreitag und Sonnabend wurde in der Schule gearbeitet. Das betraf vor allem den Trockenbau und war mit der Firma abgesprochen.“ Insgesamt liegen die Bauarbeiten jedoch gut in der Zeit, sagt er.

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Knapp anderthalb Jahre nach Baubeginn wurde der Bau an der Pestalozzi-Schule fertiggestellt – für knapp drei Millionen Euro.

Die Baumaßnahme wird über das Programm Städtebauliche Erneuerung gefördert und liegt bei insgesamt etwa 4,6 Millionen Euro. Diese Summe wurde bestätigt und wird zu zwei Dritteln vom Förderprogramm unterstützt. Ein Drittel muss die Stadt aufwenden.

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