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Pfarrer der Dreikönigskirche verabschiedet sich

Lothar Gratowski wechselt im September nach Stollberg. Er war neun Jahre Pastor in der Neustadt.

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Lothar Gratowski, der Pfarrer an der Dreikönigskirche in der Hauptstraße, verabschiedet sich von Dresden. Er tritt zum 1. September eine neue Stelle in Stollberg an. Mit ihm kehrt auch seine Frau Sigrid Gratowski, Kantorin an der Kirche Bad Weißer Hirsch, Dresden den Rücken. Am Sonntag, 22. August, findet um 14 Uhr ein Abschiedsgottesdienst in der Dreikönigskirche statt.

„Ich wollte noch einmal etwas Neues beginnen“, sagt Gratowski zu seinem Wechsel. Mit seinen 54 Jahren sei die Zeit dafür gerade richtig. Viel später sei das nicht mehr besonders sinnvoll.

Schon vor einem Jahr wurde der Wechsel vorbereitet. Im September 2009 hatte er bereits seine neue Wirkungsstätte an der St.-Jakobi-Kirche nahe dem Stollberger Marktplatz in Augenschein genommen. Es sei allerdings klar gewesen, dass es längere Zeit dauern würde, bis er umziehen konnte, weil erst Pfarrer Klaus Goldhahn im Februar in den Ruhestand trat und dessen Nachfolger Ekkehard Möller an der Martin-Luther-Kirche eingeführt werden musste.

Gratowski wirkte neuneinhalb Jahre in der Neustadt. Er war auch Pfarramtsleiter des Kirchspiels Dresden-Neustadt und Vorsitzender des Kirchenvorstands. Zu seinen wichtigen Erinnerungen gehören die Gottesdienste, die oft sehr schön mit Chören gestaltet werden konnten. Das Leben sei auch sehr bunt, weil es immer wieder Zusammenarbeit mit dem Kunstdienst, dem ambulanten Behindertendienst und anfangs auch den Jugendgottesdiensten gab, erzählt der Pfarrer. Mindestens bis zur Öffnung der Frauenkirche seien auch sehr viele Touristen in die Dreikönigskirche gekommen.

Seine Kindheit und Jugend verbrachte Gratowski in Brand Erbisdorf bei Freiberg. Er hatte dort erst als Anlagentechniker gearbeitet, bevor er in Leipzig Theologie studierte. Seine erste Pfarrstelle trat er dann in Lichtenberg nahe seiner Heimatstadt an. Stefan Rössel