merken
PLUS Zittau

Warum der Pfarrer geht

Gregor Reichenbach verlässt nach neun Jahren die Kirchgemeinde Oderwitz-Mittelherwigsdorf. Dabei war sie für ihn etwas Besonderes.

Pfarrer Gregor Reichenbach vor der Niederoderwitzer Kirche. Er verlässt im August nach neun Jahren die Kirchgemeinde Oderwitz-Mittelherwigsdorf.
Pfarrer Gregor Reichenbach vor der Niederoderwitzer Kirche. Er verlässt im August nach neun Jahren die Kirchgemeinde Oderwitz-Mittelherwigsdorf. © Rafael Sampedro

Oderwitz und Mittelherwigsdorf haben bei Gregor Reichenbach einen besonderen Stellenwert. Hier in der gemeinsamen Kirchgemeinde der beiden Orte hat der 40-Jährige seine erste Stelle als Pfarrer bekommen. Neun Jahre hat er in den Kirchen in Nieder- und Oberoderwitz sowie in Mittelherwigsdorf die Gottesdienste gehalten. 

"2011 habe ich die Gemeinde nach einer kurzen Vakanzzeit übernommen und musste mich schnell reinfinden", denkt Gregor Reichenbach an seinen Start als Pfarrer zurück. "Es hat über all die Jahre Spaß gemacht, weil man mit den Leuten hier etwas bewegen kann", fügt er hinzu.

Anzeige
Wandern mit Kindern: Das muss mit
Wandern mit Kindern: Das muss mit

Bei Ausflügen mit Kindern stehen Erlebnis und Abenteuer im Vordergrund. Das sollte bei der Tourenplanung und beim Packen des Rucksacks bedacht werden.

Wenn Gregor Reichenbach zurückdenkt, erinnert er sich an schöne Familien- und andere Gottesdienste, aber ebenso an verschiedene Projekte des Kirchenvorstandes, wie beispielsweise den Bau des Spielplatzes am Lutherhaus, an Konzerte und andere Veranstaltungen. 

Zu den Höhepunkten in seiner Amtszeit gehören aber auch die Einweihung der Niederoderwitzer Kirche 2018 nach den Bauarbeiten und dann ein Jahr später die Feierlichkeiten anlässlich 200 Jahre Kirchweih in Oberoderwitz. Gregor Reichenbach hat auch Anteil daran, dass 2018 der Kirchenbezirk Löbau-Zittau zu den ersten in Sachsen gehörte, in dem eine Arbeitsstelle "Kinder Jugend Bildung" des evangelisch-lutherischen Kirchenbezirkes Löbau-Zittau (KJB) eingerichtet wurde. Sie hat ihren Sitz in der Hauptstraße 75 in Oderwitz. 

Er geht auf eigenem Wunsch

Trotzdem verlässt Gregor Reichenbach jetzt auf eigenem Wunsch hin die Oberlausitz. Und als er jüngst gefragt wurde, ob es in der Oberlausitz denn nicht schön sei, antwortete er: "Schön ist es, ja, doch Leben ist Bewegung, und das Leben als Pfarrer auch."

Zusammen mit seiner Frau und den drei 13-, zehn- und fünf-jährigen Kindern zieht er in den Schulferien nach Dohna im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Die Nähe zu Dresden ist dabei ein Pluspunkt für die Bewerbung auf die freie Pfarrerstelle dort gewesen. Hier gibt es auch für seine Frau bessere berufliche Perspektiven. "Und in Dohna können unsere Kinder weiter Tschechisch lernen ", schildert der Pfarrer. Seine Planstelle dort ähnelt seiner bisherigen. Zur Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Heidenau-Dohna-Burkhardswalde gehört auch noch Weesenstein und Maxen.

Für den 6. September ist bereits der Einführungsgottesdienst von Pfarrer Gregor Reichenbach in Dohna geplant. Vorher wird sich der 40-Jährige natürlich aber noch in seiner Oberlausitzer Kirchgemeinde verabschieden. Der Verabschiedungsgottesdienst findet am 23. August, um 14 Uhr, in der Niederoderwitzer Kirche statt. In der Oberoderwitzer Kirche hält er am 2. August seinen letzten Gottesdienst und am 26. Juli in Mittelherwigsdorf. 

"Ich hoffe, dass man in absehbarer Zeit auch für meine Pfarrstelle in der Kirchgemeinde Oderwitz-Mittelherwigsdorf wieder einen Pfarrer findet ", sagt er. 

Mehr Nachrichten aus Löbau und Umland lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Zittau und Umland lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Zittau