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Pflegefachfrau statt Kfz-Mechatronikerin

Bei Helios beginnen sechs Azubis und vier FSJ-ler ihre Ausbildung, im Landratsamt sind es zwölf Lehrlinge und sechs Studierende.

In der Helios-Klinik Leisnig haben sechs Lehrlinge eine Ausbildung zur Pflegefachfrau/-mann begonnen, und vier junge Frauen schnuppern in einem Freiwilligen Sozialen Jahr in den Beruf hinein.
In der Helios-Klinik Leisnig haben sechs Lehrlinge eine Ausbildung zur Pflegefachfrau/-mann begonnen, und vier junge Frauen schnuppern in einem Freiwilligen Sozialen Jahr in den Beruf hinein. © Dietmar Thomas

Leisnig/Döbeln. Die sechs Lehrlinge in der Helios-Klinik lernen einen anderen Beruf als ihre Vorgänger.

Erstmals werden die jungen Leute zu Pflegefachfrauen und -männern ausgebildet. „Der Vorteil ist, dass die Schüler nach ihrer Ausbildung flexibler einsetzbar sind – im Krankenhaus, in Pflegeeinrichtungen und in der mobilen Pflege“, sagt Praxisanleiterin Janine Kutzke. Damit sie in allen Bereichen auch einen entsprechenden Überblick bekommen, arbeiten die Helios-Azubis jetzt länger in externen Pflegeeinrichtungen. „Dazu haben wir uns weitere Kooperationspartner gesucht“, so Janine Kutzke. Insgesamt sind es fünf. Alle befinden sich in der Region Leisnig. „So unterstützen wir uns gegenseitig“, meint die Praxisanleiterin.

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In diesem Jahr sei die Klinik besonders froh, dass wieder sechs Azubis mit der Ausbildung begonnen haben. Denn wie überall sei es auch für Helios schwer, Nachwuchs zu finden. Durch Corona sind alle Ausbildungsmessen abgesagt worden. Auch in Schulen konnte die Klinik ihre Ausbildungsberufe nicht vorstellen. Etwas Besonderes sei es auch, dass sich drei der Azubis nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) entschlossen haben, Pflegefachfrau zu werden. Zwei von ihnen hatten zuvor andere Pläne.

Schon Bewerbung für 2021 möglich

Nancy hatte bereits ein Lehramts-Studium begonnen. Sie wollte Grundschullehrerin werden. Während der Praxis habe sie aber gemerkt, dass ihr dieser Beruf keinen Spaß machen werde. Dann habe sie ein halbes Jahr als FSJler im Krankenhaus gearbeitet. „Der Umgang mit den Menschen hat mir Freude bereitet, sagt Nancy.

Celina wollte ursprünglich einen typischen Männerberuf ergreifen: Kfz-Mechatroniker. Deshalb absolvierte sie das Fachabitur Technik und ein Schulpraktikum in einem Autohaus. Doch aus dem Ausbildungsplatz wurde nichts. Ihre Mutti habe zu diesem Zeitpunkt eine Ausbildung zur Altenpflegerin begonnen. „Und ich hab gedacht, das wäre vielleicht auch etwas für mich“, sagt Celina. Im August 2019 begann sie das FSJ in der Helios-Klinik und gehört nun zu den neuen Azubis.

Leonie hat nach dem Abitur in der Notaufnahme gearbeitet, um den Berufsalltag kennenzulernen. „Das super Team dort und die Vielfalt der Tätigkeiten haben mir bestätigt, dass ich mich in dieser Richtung weiterbilden möchte“, meint Leonie. Außerdem gebe es in dem Beruf später noch viele Weiterbildungsmöglichkeiten.

Obwohl die neuen Azubis gerade erst begonnen haben, nimmt die Helios-Klinik bereits Bewerbungen für das nächste Ausbildungsjahr entgegen. Die Unterlagen können noch bis zum 31. Dezember eingereicht werden.

Für die Azubis und Studierenden im Landratsamt Mittelsachsen gab es eine Begrüßungsrose.
Für die Azubis und Studierenden im Landratsamt Mittelsachsen gab es eine Begrüßungsrose. © Dietmar Thomas

Gute Perspektiven in Verwaltung

Auch im Landratsamt Mittelsachsen hat das neue Ausbildungsjahr begonnen. Vize-Landrat Dr. Lothar Beier hat die Azubis zum Verwaltungsfachangestellten und die Studierenden der „Allgemeinen Verwaltung“ in Döbeln begrüßt. In den kommenden drei Jahren werden sie im Landratsamt praktisch ausgebildet. „Wie in der Wirtschaft spüren wir den hohen Fachkräftebedarf und setzen schon seit vielen Jahren kontinuierlich auf die Ausbildung“, erklärt Beier. Er betont, dass es im öffentlichen Dienst gute Perspektiven gäbe.

„In den drei Jahren durchlaufen die jungen Leute zahlreiche Abteilungen und erhalten einen umfassenden Einblick in die Aufgaben der Verwaltung“, so Ausbilder Stefan Schuricht. Viele Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens würden dabei berührt. Auch das Landratsamt wirbt auf den Messen „Schule macht Betrieb“ in Freiberg, Mittweida und Döbeln um künftige Azubis. Hinzu kommt die Woche der offenen Unternehmen. Ein künftiger Straßenwärter aus Döbeln kam über diesen Weg zum Landratsamt (Sächsische.de berichtete). Wie seine drei künftigen Azubi-Kollegen wird er am Mittwoch von Landrat Matthias Damm begrüßt.

Parallel können sich Interessierte schon für das kommende Ausbildungsjahr bewerben. Alle Infos finden sie im Internet unter www.landkreis-mittelsachsen.de.

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