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Sebnitz

Pflegekräfte und Ärzte sind schon da

SZ-Redakteur Gunnar Klehm über die deutsch-tschechische Gesundheitsversorgung.

© M: SZ

Die Mauern sind längst gefallen, die Schlagbäume eingerissen. Sebnitz liegt nicht am Rande einer geologischen Scheibe, hinter der man herunterfällt. Schluckenau ist nicht der Zipfel am letzten Ende von irgendwas, sondern liegt mitten im modernen Europa. Gute Nachbarschaft bringt alle voran.

Die gibt es aber nicht von ungefähr. Es sind politische Entscheidungen gefragt. Ärzte und Pflegepersonal aus Tschechien sind im Krankenhaus in Sebnitz bereits als Arbeitskräfte da. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit macht es möglich. Der Krankenhausstandort wird so erhalten. Tschechen sei Dank! Es macht für beide Seiten keinen wirtschaftlichen Sinn, wenn das Krankenhaus in Rumburk nur einen Halbkreis als Einzugsgebiet hat und sich Sebnitz mit dem anderen begnügen muss. So werden beide Häuser langfristig zum Patienten. Rumburk ist es schon.

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Wenn ein Mangelsystem in der medizinischen Versorgung mit grenzüberschreitender Kooperation verbessert werden kann, dann muss man es tun. Hier nehmen Ausländer auch keine Arbeitsplätze weg, sondern schaffen welche, und zwar gut bezahlte. Das dürfte übrigens für beide Seiten ein Anreiz sein, so schnell wie möglich die Rahmenbedingungen für eine Regelversorgung im gemeinsamen Grenzgebiet zu schaffen.

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