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Neuer Studiengang startet später

Ab dem Wintersemester sollte Pflegewissenschaften an der Hochschule Zittau/Görlitz gelehrt werden. Gesetzliche Vorgaben verhindern das.

Alexander Kratzsch, Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz
Honorarfrei für Produkte von sächsische.de und Sächsischer Zeitung
Alexander Kratzsch, Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz Honorarfrei für Produkte von sächsische.de und Sächsischer Zeitung © Matthias Weber/photoweber.de

Über Pflege wird aktuell sehr intensiv diskutiert. Es fehlt vor allem an Pflegefachkräften. Diesen Mangel hat die Hochschule Zittau/Görlitz bereits vor Jahren erkannt - und reagiert. Ein neuer Studiengang Pflegewissenschaften soll aufgebaut werden. Ursprünglicher Plan: Im Wintersemester 2020 sollte er starten. 

Doch dieser Plan ist Makulatur. Der Start muss verschoben werden. Schuld sind neue gesetzliche Vorgaben. Der Gesetzgeber hatte das Pflegeberufegesetz novelliert. Dieses schreibt nun vor, dass es für einen Pflegestudiengang Praxispartner braucht. Denn die Studenten müssen während der Hochschulausbildung 2.500 Praxisstunden bei den jeweiligen Partnerunternehmen absolvieren. 

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"Wir müssen jetzt Kooperativen abschließen über die gesamte Bandbreite der Pflegeberufe, von der häuslichen Pflege bis hin zur Alten- oder Krankenhauspflege", erklärt Professor Alexander Kratzsch, Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz. Seit April werde nach passenden Praxispartnern gesucht, aufgrund der Corona-Pandemie sei dieser Prozess aber erst im Juni so richtig ins Laufen gekommen, so der Hochschulchef.

Der Gründungsprofessor des Studiengangs Pflegewissenschaften, Martin Knoll, hatte vor einigen Tagen auch die sächsische Staatssekretärin Andrea Franke bei ihrem Besuch in der Hochschule Zittau/Görlitz über den Stand des Aufbaus des Pflegestudiengangs informiert. Professor Knoll ist dafür verantwortlich, die Praxispartner ins Boot zu holen, erklärt der Rektor. Gebunden werden sollen so viele Partner wie möglich, so Professor Kratzsch weiter.

Start auf jeden Fall im Winter

Der neue Studiengang, der am Standort Görlitz angesiedelt sein wird, starte auf jeden Fall in einem Wintersemester. Ob dies 2021 der Fall ist, lässt Professor Kratzsch offen. Denn noch wird mit dem Land um die Finanzierung der Praxisausbildung gerungen. Die Hochschule könne dies nicht leisten, betont der Rektor. 

Er hofft, dass mit dem Pflegestudiengang auch Studieninteressenten aus anderen Bundesländern angelockt werden können. Geplant sind vorerst 30 Studienplätze. Diese Zahl könne aber bei großer Nachfrage auch noch erhöht werden, sagt der Rektor.

Der Pflegestudiengang wird ein Teil des Gesundheitscampus sein, der aufgebaut wird. Dafür plant die Hochschule, noch weitere Studienbereiche zu entwickeln.

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