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Pflichtspielstart unter Corona-Bedingungen

Sie haben eine Vorreiterrolle eingenommen in Sachsen, die Fußballer des Verbandes Muldental/Leipziger Land.

BC-Vorstandsmitglied Uwe Rößger säubert in der Begegnung BC Hartha gegen SV Klinga-Ammelshain den Spielball.
BC-Vorstandsmitglied Uwe Rößger säubert in der Begegnung BC Hartha gegen SV Klinga-Ammelshain den Spielball. © Dietmar Thomas

Am Wochenende starteten die Fußballer des Verbandes Muldental/Leipziger Land als erste Amateure nach der Corona-Sperre in den Pflichtspielbetrieb. Sieben Begegnungen des Achtelfinals im Kreispokal waren angesetzt, eine weitere folgt in der kommenden Woche.

In Harthaer Industriestadion wurden der gastgebende BC Hartha und der SV Klinga-Ammelshain am Sonnabend bei 30 C° Grad gleich richtig gefordert. Vor allem die Tatsache, dass es von der Stadtverwaltung – wie auch anderswo – keine Genehmigung gab, die Sanitärbereiche des Sportlerheims beziehungsweise der Hartharena zum Duschen zu nutzen, erwies sich als unangenehm. Der favorisierte Kreisoberligist aus dem Muldental reiste bereits umgezogen an, die Harthaer hielten ihre Teamsitzung vorm Spiel in einem Stuhlkreis mit Mindestabstand ab. „Die Hygieneregeln wurden eingehalten, es waren keine Zuschauer da und der Ball wurde mehrfach gesäubert“, sagte Matthias Scheidig, der Präsident des Traditionsvereins.

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Auf dem Spielfeld lief es für die Harthaer dann nicht ganz nach Wunsch. Schnell lag der unterklassige A-Kreisligist mit 0:2 hinten, fing sich dann aber wieder und ging nach der Pause selbst mit 3:2 in Führung. Der Gast spielte dann jedoch seine ganze Routine aus und glich vor Ende der regulären Spielzeit aus. In der Nachspielzeit banden die Klingaer, trotz Möglichkeiten des BC, den Sack zu. Die Entscheidung zum 3:5 fiel dabei durch ein Traumtor, einen Seitfallzieher Stephan Petersohn. „Es war ein kurzes Intermezzo“, sagte Matthias Scheidig, der sich trotz der Niederlage aber nicht unzufrieden mit der Leistung der BC-Mannschaft zeigte.

Die Sache mit dem Duschen bekam der Funktionär dann übrigens auch noch in den Griff. „Ich hatte einen Wolkenbruch bestellt, der genau fünf Minuten vor Abpfiff niederging“, erklärte er lachend. „Alle haben sich ausgezogen, abgetrocknet und die Klingaer sind heimgefahren.“ Es hätte insgesamt keine Probleme gegeben, da auch der Gegner viel Verständnis für die Situation zeigte.

Rein sportlich lief es auf den anderen Plätzen für die Regionalvertreter nicht viel besser als für die Fußballer des BC Hartha. In einem Duell Kreisoberliga gegen Kreisoberliga unterlag der VfB Leisnig beim SV Naunhof deutlich mit 1:5. Die mit einigen Spielern der ersten Mannschaft auflaufende SG Roßwein II/MarbachII hielt, solange die Kraft reichte, mit dem A-Kreisligisten ATSV Frischauf Wurzen II, der sich ebenfalls verstärkt hatte, mit. So stand es nach der regulären Spielzeit 1:1. Doch dann zogen die Gäste deutlich an und gestalteten das Ergebnis innerhalb kurzer Zeit mit 1:5 noch deutlich zu ihren Gunsten.
Im Duell zweier A-Kreisligisten hatte der SV 29 Gleisberg beim Otterwischer SV mit 1:3 das Nachsehen. Zwar ging das taktische Konzept der Gäste auf, die zur Pause führten, doch ließen sie mehrfach Chancen aus, den Sack zuzubinden. Die Otterwischer bestraften das nach der Pause eiskalt und wurden am Ende ausgekontert. „Vergangenes Jahr hätten wir das Spiel mit Dusel gewonnen. Aber es hat Spaß gemacht. Jetzt werden wir sehen, dass wir ein paar Freundschaftsspiele absolvieren“, sagte SV-Spielertrainer Frank Baumert.

Auch der SV Grün/Weiß Niederstriegis vermochte den Bock nicht umzustoßen und kassierte als B-Kreisligist gegen den Kreisoberligisten TSV Großsteinberg eine knappe 0:1-Niederlage. Das war gleichzeitig die erste Pflichtspielniederlage der Grün-Weißen überhaupt. „Es fühlt sich etwas komisch an, auch weil das Tor unglücklich viel. Trotz großer Steigerung gelang uns der verdiente Ausgleich am Ende nicht“ resümierte SV-Trainer Thomas Koch.

So gelang mit dem SV Ostrau 90 lediglich einer von sechs Mannschaften der Region Döbeln der Einzug ins Pokalviertelfinale. Mit 3:1 setzten sich die favorisierten Jahnataler beim A-Kreisligisten SSV Thallwitz/Nischwitz durch, wobei der Erfolg nie in Gefahr geriet. „Ein großes Kompliment an die Gastgeber, die die geforderten Hygieneregeln 1:1 umsetzten und damit dieses Spiel überhaupt möglich machten“, lobte SV-Teamleiter Steffen Volkmann die Thallwitzer. Auf dem Feld wollten sie den Gästen dann zwar keine Präsente verteilen, doch letztendlich hatten die Thallwitz/Nischwitzer nicht die nötigen Mittel, um den Tabellendritten der Kreisoberliga am Einzug in die nächste Runde zu hindern. „Das Ergebnis ist weniger klar, als es am Ende ausfallen musste“, sagte SVO-Trainer Mathias Donath.


Ergebnisse
SV Naunhof – VfB Leisnig 5:1
SSV Thallwitz/Nischwitz – SV Ostrau 90 1:3
BC Hartha – SV Klinga/Ammelshain 3:5 n.V.
SG RoßweinII/Marbach II – ATSV Frischauf Wurzen II 1:5 n.V.
FSV Machern – BSV Einheit Frohburg 0:11
Otterwischer SV - SV 29 Gleisberg 3:1
SV Grün/Weiß Niederstriegis - TSV Großsteinberg 0:1

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