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Pförtnerampeln vom Tisch

Das bestätigte Ortsvorsteher Christian Hartmann. Langebrück ist damit nicht vom Luftreinhalteplan betroffen.

© dpa

Langebrück. Die Bedenken Langebrücks zum Luftreinhalteplan sind offenbar ausgeräumt. Nach Angaben von Ortsvorsteher Christian Hartmann (CDU) wird es keine Pförtnerampeln geben. „Das hat mir die Stadtverwaltung zugesichert. Eine solche Regelung ist im Entwurf des Luftreinhalteplans nicht vorgesehen“, sagte er.

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Auch wenn Langebrück, quasi im Grünen liegt und ganz sicher keine Grenzwerte überschritten werden, befürchtete Hartmann Auswirkungen auf den Ort. Nämlich wenn bei Smog in der Innenstadt die Ampeln beispielsweise am Käthe-Kollwitz-Platz zu Pförtnerampeln umfunktioniert werden, auf Rot schalten und dann die Autos am Rand von Dresden im Stau stehen. „Dann würde das Problem quasi aus der Stadt zu uns verlagert“, sagte er vor einigen Tagen. Abwegig waren diese Gedanken nicht, denn die Königsbrücker Landstraße wird bekanntlich von vielen Pendlern aus dem Dresdner Norden genutzt. Dass in Dresden etwas in Sachen Luftqualität passieren muss, darüber sind sich alle einig. In den vergangenen Jahren wurden immer wieder erhöhte Feinstaubbelastungen gemessen. 2017 wurde der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter an 19 Tagen überschritten. 35 sind erlaubt. Bei den Stickstoffoxiden wurden die Werte im vergangenen Jahr eingehalten.

Die Stadt setzt zur Verbesserung der Luftqualität unter anderem auf eine Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs und Tempolimits. Auf der Königsbrücker Straße gilt Tempo 30, auf der Autobahn A4 wird Tempo 100 getestet. Außerdem dürfen seit Jahren keine großen Lkw mehr durch die Innenstadt fahren, wenn sie dort nichts anliefern. Die Busflotte der Dresdner Verkehrsbetriebe ist mit schadstoffärmeren Modellen sowie Hybridbussen ausgestattet worden. Im Zentrum sind alle kostenlos nutzbare Parkplätze weggefallen, damit Autofahrer animiert werden, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. (SZ/td)