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PGE kontert Kritik am Tagebau Turow 

Das polnische Energieunternehmen bestreitet tschechische Vorwürfe, die Grube werde größer als vereinbart.

Blick in den Tagebau Turow.
Blick in den Tagebau Turow. © Matthias Weber

Das polnische Energieunternehmen PGE weist tschechische Einwände gegen den Tagebau Turow zurück. Darin wurde dem Unternehmen vorgeworfen, die vereinbarte Größe des Tagebaus zu überschreiten. Auch Lärmbelästigung und Umweltschäden wurden kritisiert. 

Jetzt ging PGE in die Offensive. Sprecherin Sandra Apanasionek betonte, dass die Grenzen des Areals, wie sie in den Planungsdokumenten der Gemeinde Bogatynia vor 25 Jahren verbindlich festgelegt wurden, eingehalten würden. In einer Erklärung wird die  Information dementiert, dass der Tagebaubetrieb sich bis 2024 auf einer Fläche von 30 Quadratkilometern und bis zu 330 Metern Tiefe entwickeln werde. PGE erklärt in diesem Zusammenhang, dass die Ausdehnung auf 30 Quadratkilometern nicht der Wahrheit entspräche: „Die Grube nimmt in Richtung des Orts Opolnoje Zdroj (Bad Oppelsdorf) eine Fläche von 3,47 Quadratkilomter bis zur Abbaugrenze ein."

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Die Pressesprecherin betonte, dass die tschechische Seite seit 2015 aktiv in das Verfahren der Weiterführung des Grubenbetriebs einbezogen sei. Bis 18. März dieses Jahres habe die tschechische Administration ihre Anmerkungen zu den Auswirkungen des künftigen Bergbaubetriebs von Turow übergeben. Darunter waren auch Einwände aus der tschechischen Bevölkerung.

Zu den vorgebrachten Lärmbelästigungen durch den Tagebau hieß es, dass alle zwei Jahre durch ein zertifiziertes Unternehmen der Lärmpegel während des Grubenbetriebs zur Tages- wie auch zur Nachtzeit gemessen wird. Die im Mai letzten Jahres vorgenommen Überprüfungen hätten keine Überschreitungen des zulässigen Werte aufgewiesen. 

Das Unternehmen PGE beobachte und analysiere ständig den Kohleabbau und deren Auswirkung auf die  Umwelt und schütze diese aktiv. Es existierten zudem keine Beweise für einen Einfluss des Bergbaubetriebes im Zittauer Becken auf die acht offenen Wasserquellen auf tschechischem Gebiet.

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Man arbeite an detaillierten Strategien, um die Auswirkungen auf die Gebiete um den Tagebau zu minimieren. Das gelte ebenso für das Terrain Tschechiens und Deutschlands, wie auch für die polnische Seite, heißt es in der Erklärung des Unternehmens PGE.

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